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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)


17.-19.09.2026
Dresden

Meeting Abstract

Rahmenbedingungen der ärztlichen Weiterbildung. Wie sieht das „ideale Gesetz für die ärztliche Weiterbildung 2030“ aus?

Folkert Fehr - Gemeinschaftspraxen für Kinder- und Jugendmedizin, Sinsheim, Deutschland
Alexander Eißner - Universität Augsburg, Department of Medical Education Augsburg (DEMEDA), Augsburg, Deutschland
Annette Fröhmel - Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen, Team Referent*innen, Düsseldorf, Deutschland
Stella Goeschl - Imperial College London, School of Public Health, London, Großbritannien
Eckhart Hahn - Universitätsklinikum Erlangen, Erlangen, Deutschland
Susanne Pruskil - Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB), Zentrum für Versorgungsforschung, Neuruppin, Deutschland
Eva Hennel - Schweizerisches Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung, Bern, Schweiz

Text

Die Heilberufekammergesetze (HKG) bilden das rechtliche Fundament der ärztlichen Weiterbildung in Deutschland. Ihre heutige Struktur ist wesentlich durch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes geprägt. Angesichts der veränderten Arbeitsrealitäten geraten die bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen jedoch zunehmend an ihre Grenzen.

Der Workshop verfolgt das Ziel auf einer breiten Basis von Perspektiven Ideen für eine zukunftsfähige Gesetzgebung für die ärztliche Weiterbildung zu entwickeln und bildet den Auftakt zu zukünftigen Aktivitäten des Ausschuss Weiterbildung. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Das Thema soll trinational betrachtet werden.

Lernziel:

  • Bedeutung der (Heilberufekammer)gesetze als Grundlage ärztlicher Selbstverwaltung einordnen.
  • Zuständigkeiten von Bund, Ländern und Kammern differenzieren.
  • Strukturelle Defizite der aktuellen gesetzlichen Rahmung identifizieren.
  • Zentrale Zukunftsthemen (Kompetenzorientierung, künstliche Intelligenz, Patientensicherheit, Resilienz, interprofessionelle Weiterbildung) rechtlich reflektieren.
  • Konkrete Formulierungsansätze für ein „ideales Gesetz für die ärztliche Weiterbildung 2030“ entwickeln.

Ablauf der Veranstaltung mit Zeitplan inkl. eingesetzter didaktischer Methoden:

  • Min. 0-10: Einführung, Zielsetzung und Einwilligung zur anonymisierten Datensammlung (Kurzimpuls, Plenum).
  • Min. 10-25: „Pain-Point-Map“ – Sammlung und Priorisierung konkreter Problemlagen aus der Weiterbildungspraxis (Kartenabfrage, Clustering, Dot-Voting)
  • Min. 25-40: Basiswissen, Vision & Status quo – Impulsvorträge zu historischer Entwicklung, Zuständigkeiten und aktuellen Reformbedarfen (Kurzvorträge mit Visualisierung).
  • Min. 40-75: World Café „Die Paragrafen von 2030“ – Rotierende Kleingruppen erarbeiten an zwei von vier Thementischen Formulierungsansätze zu (1) Autonomie & staatlicher Aufsicht inkl. KI und Patientensicherheit, (2) Finanzierung & Struktur der Weiterbildung, (3) Kompetenzorientierung und Entrustable Professional Activities (EPAs), (4) Klimaschutz und Resilienz. (World-Café-Methode mit strukturierter Ergebnissicherung).
  • Min. 75-90: Bündelung und Sicherung der Ergebnisse im Plenum; Ausblick auf Weiterarbeit (moderierte Zusammenführung).

Der gesamte Workshop ist angelehnt an die Methode der „Zukunftswerkstätten“ nach Jungk und Müllert [1]. Zentrales Ergebnis ist eine erste Ideensammlung für das „ideale Gesetz für die ärztliche Weiterbildung 2030“ als Grundlage der weiteren Ausschussarbeit.

Zielgruppe: Medizinstudierende, Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung, Weiterbildungsverantwortliche, -befugte und -beauftragte, Kammervertreter*innen, Personen die gesundheitspolitisch aktiv sind, sowie alle GMA-Tagungsteilnehmenden, die sich für das Thema interessieren. Wir möchten das Thema trinational betrachten.

Vorbereitung: Eine Vorbereitung oder Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Personen, die sich vorbereiten möchten, können im Vorfeld Kontakt mit dem Ausschuss Weiterbildung aufnehmen.


References

[1] Jungk R, Müllert N. Zukunftswerkstätten. Mit Phantasie gegen Routine und Resignation, München: Heyne; 1989.