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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)


17.-19.09.2026
Dresden

Meeting Abstract

Die Studienarbeit im Medizin- und Zahnmedizinstudium: Erfahrungen und aktuelle Herausforderungen in den Modellstudiengängen Medizin und Zahnmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Sonja Mohr - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Prodekanat für Lehre, Hamburg, Deutschland
Isabel Gutschow - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Prodekanat für Lehre, Hamburg, Deutschland
Birgit Küfe - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Prodekanat für Lehre, Hamburg, Deutschland
Sophie Eisenbarth - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Prodekanat für Lehre, Hamburg, Deutschland

Text

Problembeschreibung: In den beiden Modellstudiengängen Medizin iMED und Zahnmedizin iMED DENT ist die Ausbildung im wissenschaftlichen Arbeiten wesentliches Reformziel. Im Zuge dessen verfassen die Studierenden eine verpflichtende Studienarbeit (iMED: 10. Semester, iMED DENT: 5. Semester). Die Vorbereitung darauf erfolgt im Wahlpflichtbereich (iMED), oder curricular im Rahmen eines modulübergreifenden Studienbereichs (iMED DENT). Es stellt sich die Frage, ob sich die Studierenden nach Abschluss der Studienarbeit gut darauf vorbereitet gefühlt haben und wie zufrieden sie mit diesem Modul waren. Unabhängig hiervon besteht für die Fakultät aktuell die Herausforderung, eine Strategie zu entwickeln, um die Nutzung von KI in diesem Zusammenhang zu reglementieren [1].

Evaluationsmethoden: Im Rahmen der Lehrevaluation am Ende des Moduls „Studienarbeit“ wurden selbst entwickelte Items zur Themenfindung, zur Betreuung, zur Vorbereitung auf die Studienarbeit sowie zur Zufriedenheit mit dem Modul Studienarbeit gestellt. Es wurden jeweils die Einschätzungen der Medizinstudierenden (SoSe 2017-SoSe 2025, N=2913) mit denen der Zahnmedizinstudierenden (WiSe 2021/22 und WiSe 2024/25, N=204) verglichen. In allen Erhebungen konnten sehr hohe Rücklaufquoten (meist >90%) erzielt werden.

Ergebnisse: Die Ergebnisse der Evaluation zeigen, dass die Studierenden in beiden Modellstudiengängen mit der Betreuung der Studienarbeit und den bearbeiteten Themen sehr zufrieden und an der Formulierung der Fragestellung beteiligt waren. Medizinstudierende waren zufriedener mit dem Prozess der Themenvergabe. In Bezug auf die Vorbereitung auf die Studienarbeit fühlten sich Medizinstudierende auf die kritische Einschätzung von Quellen besser vorbereitet, während Zahnmedizinstudierende sich auf das korrekte Zitieren besser vorbereitet fühlten. Die Vorbereitung auf die Literaturrecherche sowie die Selektion von Quellen wurde von beiden Gruppen ähnlich eingeschätzt. Zahnmedizinstudierende stimmten eher zu, dass die Studienarbeit sie motiviert habe, auch zukünftig wissenschaftlich tätig zu sein.

Diskussion: Grundsätzlich sind die Studierenden mit dem Ablauf der Studienarbeit zufrieden, insbesondere mit dem Thema sowie der Betreuung. Der Prozess der Themenvergabe erscheint für Zahnmedizinstudierende, die sich erst im 5. Semester befinden, weniger einfach als für die Medizinstudierenden, die sie gegen Ende des Studiums verfassen. In der Einschätzung der Studierenden zeigt sich insgesamt kein großer Effekt, der auf die unterschiedlichen Konzepte der Vorbereitung zurückgeführt werden könnte. Fraglich ist derzeit, ob sich zukünftig eine reglementierte Teilprozessnutzung von KI in den Einschätzungen von Studierenden widerspiegeln wird. Die unterschiedlichen Konzepte der beiden Studiengänge werden im Beitrag näher erläutert und diskutiert.

Take-Home-Message: Das Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit im Medizin- und Zahnmedizinstudium sowie deren Vorbereitung und Begleitung sind gut umsetzbar.


References

[1] Knecht J. Offenlegung der KI-Nutzung an Hochschulen. Eine Handreichung der Rechtsinformationsstelle für die digitale Lehre. Karlsruhe: Rechtsinformationsstelle für die digitale Lehre (bwDigiRecht) im Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg (HND_BW); 2025. Zugänglich unter/available from: https://www.hnd-bw.de/wp-content/uploads/2025/11/bwDigiRecht_Handreichung_Offenlegung_KI-Nutzung.pdf