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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)


17.-19.09.2026
Dresden

Meeting Abstract

Make Teaching Count: Strategische Karriereplanung in der medizinischen Ausbildung

Alexander Eißner - Universität Augsburg, Medizinische Fakultät, Lehrstuhl für Medizindidaktik und Ausbildungsforschung, DEMEDA, Augsburg, Deutschland; Universitätsklinikum Augsburg, IV. Medizinische Klinik, Augsburg, Deutschland
Julius Wiemschulte - Justus-Liebig-Universität Gießen, Fachbereich Medizin, Gießen, Deutschland; Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Institut für Hebammenwissenschaft, Bonn, Deutschland
Sören Huwendiek - Universität Bern, Institut für Medizinische Lehre (IML), Bern, Schweiz

Text

Hintergrund: Die akademische Medizin bewegt sich traditionell in der Triangulation von Krankenversorgung, Forschung und Lehre. Während klinische und wissenschaftliche Karrierewege oft linear und etabliert sind, wird die Laufbahn in Medical Education häufig als weniger strukturiert, stark von glücklichen Zufällen geprägt (Serendipity) und weniger prestigebehaftet wahrgenommen [1]. Doch durch die zunehmende Professionalisierung der medizinischen Aus- und Weiterbildung der vergangenen Jahrzehnte und die Etablierung neuer Curricula zur Förderung didaktischer Kompetenzen, postgradualer Masterstudiengänge und Lehrstühlen für Medizindidaktik entstehen neue Tracks und Rollenprofile [2]. Viele Lehrende unterschätzen dabei ihre eigene Bedeutung für die Fakultät und verorten sich im System defensiver, als es ihre tatsächlichen Kompetenzen rechtfertigen würden („Make Teaching Count“). Dieser Workshop setzt genau hier an: Er nutzt die Diskrepanz zwischen gefühlter Unsicherheit und tatsächlicher Systemrelevanz als Startpunkt. Ziel ist es, die oft zufälligen Karriereverläufe [1] durch ein Verständnis der modernen Triangulation zu strukturieren und mittels eines 3-Säulen-Modells (Identität, Sichtbarkeit, Vernetzung) strategisch planbar zu machen [3].

Lernziel: Die Teilnehmenden können am Ende des Workshops:

  • Ihre eigene Position im akademischen System analysieren sowie moderne Karrierepfade jenseits linearer Tracks für die individuelle Entwicklung bewerten,
  • persönliche Stärken mit Systembedarfen abgleichen, um mittels des 3-Säulen-Modells strategische Lücken zu identifizieren,
  • konkrete Handlungsschritte und institutionelle Ressourcen in einer persönlichen Karriere-Roadmap operationalisieren.

Ablauf der Veranstaltung mit Zeitplan inkl. eingesetzter didaktischer Methoden: Der Workshop (90 Min.) folgt einem strukturierten Ansatz, der von der Systemanalyse zur individuellen Strategie führt. Er nutzt Selbstreflexion verknüpft mit strukturiertem Peer-Austausch, ergänzt durch kurze Impulse (siehe Tabelle 1 [Tab. 1]).

Tabelle 1: Inhalte und Methoden des Workshops

Zielgruppe: Lehrende in der frühen oder fortgeschrittenen Karrierephase (Nachwuchslehrende oder bereits erfahrene Dozierende), die eine Karriere im Bereich Medical Education anstreben oder vertiefen möchten.

Vorbereitung: Keine Vorbereitung nötig. Eine angeleitete Selbstreflexion vor dem Workshop wird optional angeboten.


References

[1] Hu W, Thistlethwaite JE, Weller J, Gallego G, Monteith J, McColl GJ. ’It was serendipity’: a qualitative study of academic careers in medical education. Med Educ. 2015;49(11):1124-1136. DOI: 10.1111/medu.12822
[2] Smith CC, McCormick I, Huang GC. The clinician-educator track: training internal medicine residents as clinician-educators. Acad Med. 2014;89(6):888-891. DOI: 10.1097/ACM.0000000000000242
[3] Bannard-Smith J, Bishop S, Gawne S, Halder N. Twelve tips for junior doctors interested in a career in medical education. Med Teach. 2012;34(12):1012-1016. DOI: 10.3109/0142159X.2012.731103