Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)
Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)
Wiederbelebung an einem Strichmännchen? Wie man schnelle Skizzen ins Leben ruft
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Motivation und Lernziele: Ob im Hörsaal oder online: In Lehrveranstaltungen ist es oft sehr sinnvoll, das Gesagte mit grafischen Elementen zu untermauern. Das Zeigen vorbereiteter Grafiken ist dabei natürlich hilfreich, bleibt jedoch statisch. Man hat schließlich nur das Material, das man auch vorbereitet hat. Spontane grafische Modifikationen auf Basis von Rückfragen, schnelle Ergänzungen einer Zeichnung in Interaktion mit den Studierenden oder die händische Erstellung einer Skizze zur Klärung einer Frage aus der Hörerschaft bieten jedoch zahlreiche Vorteile:
- Sie erhöhen den Grad der Interaktion in der Veranstaltung.
- Sie dienen als mnemotechnische Merkanker.
- Sie haben das Potenzial, als „Meme“ leicht in den Kopf zu gehen – und nur sehr schwer wieder heraus.
- Sie verschaffen Zeit, die zum Überlegen und Reflektieren genutzt werden kann.
Mit diesem Workshop möchten wir das Vertrauen in die eigene Hand-, Arm- und Fingermotorik stärken und zeigen, dass jede und jeder in der Lage ist, wiedererkennbare Skizzen auf eine Zeichenfläche zu bringen. Wir werden die Wirkung von Linien, Farben und Flächen kennenlernen, erfahren, wie man schnell etwas zeichnen kann, ohne den Nachnamen Da Vinci zu tragen, und dabei auf die Besonderheiten von Tafel, Flipchart und interaktiven Screens eingehen.
Ablauf der Veranstaltung: Man nehme eine Prise Theorie, ein wenig Selbstvertrauen, eine gute Portion Ausprobieren, gut gefüllte Stifte und zahlreiche Bögen Flipchartpapier, erhitze dies alles unter stetiger Rührung für 90 Minuten und probiere in regelmäßigen Abständen. Das Ganze wird in einem Sandwich serviert, das abwechslungsreich zwischen vorgegebenen Belägen und vitaminreichem jungem Gemüse wechselt. Es versteht sich dabei fast von selbst, dass am Schluss der Meisterkoch beziehungsweise die Meisterköchin prämiert wird (siehe Abbildung 1 [Abb. 1]).
Abbildung 1: Vom Herzumriss zum Aha-Moment – Erregungsweiterleitung live gezeichnet. 
Die Abbildung zeigt exemplarisch, wie eine Skizze zur Erregungsweiterleitung schrittweise aufgebaut und während der Erklärung erweitert werden kann. Beginnend mit einem einfachen Herzumriss werden nach und nach zentrale Strukturen ergänzt. Die Grafik dient dabei als visuelle Unterstützung, um Abläufe nachvollziehbar darzustellen, Zusammenhänge zu verdeutlichen und Rückfragen direkt in die bestehende Zeichnung einzuarbeiten.
Zielgruppe und Vorbereitung: In diesem Workshop erhalten Dozierende, die sich bisher nicht getraut haben, den Schreibstift auch als Zeichenstift einzusetzen, Tipps, Tricks und „Kochrezepte“, wie fachliche Inhalte mit wenigen Strichen grafisch dargestellt werden können. Auch Dozierende, die bereits etwas Vorerfahrung haben, sind herzlich eingeladen, weitere kreative Impulse zu sammeln.
Eine Vorbereitung ist nicht erforderlich.



