Logo

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)


17.-19.09.2026
Dresden

Meeting Abstract

Qualitätsentwicklung im PJ: Anforderungen an ein EPA-basiertes nationales elektronisches Portfolio

Ylva Holzhausen - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Dieter Scheffner Fachzentrum, Berlin, Deutschland
Harm Peters - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Dieter Scheffner Fachzentrum, Berlin, Deutschland
Helmut Ahrens - Universität Münster, Institut für Ausbildung und Studienangelegenheiten, Münster, Deutschland
Marjo Wijnen-Meijer - TU Dresden, Institut für Didaktik und Lehrforschung in der Medizin, Dresden, Deutschland

Text

Lernziel: Die Ausbildung im Praktischen Jahr (PJ) stellt eine zentrale Phase des Medizinstudiums dar, ist jedoch in ihrer Qualität und Struktur deutschlandweit heterogen [1].

Zur Dokumentation der Ausbildungsinhalte werden an vielen Fakultäten weiterhin überwiegend papierbasierte Logbücher eingesetzt. Diese werden im klinischen Alltag jedoch oft nur eingeschränkt genutzt, bieten wenig Unterstützung für kontinuierliches Feedback und tragen nur begrenzt zu einer kompetenzorientierten Lernbegleitung bei.

Entrustable Professional Activities (EPAs), die im Absolventenprofil des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalogs Medizin (NKLM 2.0) und des kompetenzorientierten Gegenstandskatalog Medizin verankert sind ([https://nklm.de/zend/menu], AG Absolventenprofil und [https://www.impp.de/files/PDF/Gegenstandskataloge/Medizin/Kompetenzorientierter%20Gegenstandskatalog%20Medizin.pdf]), bieten ein etabliertes Rahmenwerk für arbeitsplatzbasiertes Assessment und Supervisionsentscheidungen. Gerade im PJ könnten EPAs dazu beitragen, Kompetenzentwicklung sichtbar zu machen und gezielte Rückmeldungen systematisch zu fördern [2].

Aktuell wird im Rahmen einer bundesweiten Entwicklungsinitiative – koordiniert unter Beteiligung des Medizinischen Fakultätentags – ein EPA-basiertes elektronisches Portfolio (ePortfolio) für die PJ-Ausbildung konzipiert. Ein solches ePortfolio könnte papierbasierte Logbücher ablösen und Feedback-, Dokumentations- und Lernprozesse im PJ nachhaltig verbessern.

Der Workshop verfolgt das Ziel, gemeinsam mit den Teilnehmenden Ideen, Inhalte und funktionale Anforderungen für ein nationales EPA-basiertes elektronisches PJ-Portfolio zu sammeln. Der Workshop dient damit als partizipativer Beitrag zur konzeptionellen Ausgestaltung eines zukünftigen national anschlussfähigen ePortfolio-Systems.

Ablauf der Veranstaltung mit Zeitplan inkl. eingesetzter didaktischer Methoden: Siehe Tabelle 1 [Tab. 1].

Tabelle 1: Zeitplan, Inhalte und Methoden

Zielgruppe: Der Workshop richtet sich an PJ-Beauftragte, Curriculumverantwortliche, Hochschuldidaktiker*innen, klinische Lehrende sowie Entwickler*innen digitaler Assessment- und Portfolioformate.

Vorbereitung: TeilnehmerInnen sollten sich vorab mit dem Absolventenprofil vertraut machen: [https://www.impp.de/files/PDF/Gegenstandskataloge/Medizin/Kompetenzorientierter%20Gegenstandskatalog%20Medizin.pdf]


Literatur

[1] Kurz C, Richter-Kuhlmann E. Praktisches Jahr: Studierende verlangen Fairness. Dtsch Arztebl. 2023;120:8697
[2] Berberat PO, Rotthoff T, Baerwald C, Ehrhardt M, Huenges B, Johannink J, Narciss E, Obertacke U, Peters H, Kadmon M. Entrustable Professional Activities in final year undergraduate medical training - advancement of the final year training logbook in Germany. GMS J Med Educ. 2019;36(6):Doc70. DOI: 10.3205/zma001278