Logo

German Congress of Orthopaedics and Traumatology 2026 (DKOU 2026)

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU)
20.-23.10.2026
Berlin

Meeting Abstract

Zementierte Off-Label-Implantation einer Dual-Mobility-Pfanne in eine Hüftgelenkpfanne zur Verhinderung erneuter Luxation

Mohamed Ghanem - Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, Deutschland
Eslam Saleh - Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, Deutschland
Christina Pempe - Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, Deutschland
Andreas Roth - Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, Deutschland

Text

Zielsetzung und Fragestellung: Luxationen nach Implantation einer HTEP ist eine bekannte und auch relativ häufige Komplikation, insbesondere nach Revisionseingriffe. Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, die Ergebnisse von der Off-Label Zementierung einer Dual-Mobility-Cup in eine einliegende Pfanne (Cup in Cup) auszuwerten.

Material und Methoden: Zwischen 2014 und 2023 wurden 19 Patienten mit Dual-Mobility-Cup-bei HTEP operiert. In dieser Arbeit wird ein Vergleich zwischen metrischen Qualitätsmerkmalen mit Hilfe eines parametrischen oder nichtparametrischen Tests (SPSS V 29.0) sowie ein Vergleich kategorialer Daten mit Hilfe eines T-Tests oder eines Chi-Quadrat-Tests durchgeführt. Darüber hinaus war der primäre Endpunkt eine postoperative Revisionsoperation aufgrund einer mit der Kaplan-Meier-Methode identifizierten Ursache. Signifikanzniveau p < 0,05.

Ergebnisse: An dieser Sstudie nahmen insgesamt 19 Patienten teil: 10 Patienten erhielten die Dual-Mobility Cup als „Cup-in-Cup-Technik“ und 9 Patienten erhielten die „DMC-Technik direkt in das Acetabulum nach Explantation der ursprünglich einliegenden Pfanne“ zur Behandlung von Hüftluxationen nach Hüft-TEP. Das Durchschnittsalter der Patienten war zum Zeitpunkt der Operation 77,16 Jahre. Der durchschnittliche BMI betrug 26,28. Unter den Patienten waren 14 weiblich (73,7%) und 5 männlich (26,3%). Die mittlere Nachbeobachtungsdauer betrug 10,35 ± 17,36 Monate. Die Anzahl der präoperativen Luxationsereignisse lag durchschnittlich bei 2,89 ± 2,05. 4 Patienten mussten nach der Operation aufgrund einer Luxation oder Infektion revidiert werden. Die Ergebnisse zeigten einen p-Wert >0,05, was keinen signifikanten Unterschied zwischen der beiden o.g. Methoden zeigt.

Diskussion und Schlussfolgerung: Der zementierte Dual-Mobility Cup hat in den letzten Jahren sehr gute Ergebnisse gezeigt, insbesondere bei der Reduktion der Luxationsrate nach Revisions-TEP bei älteren Patienten. Die zementierte Off-Label-Implantation einer Dual-Mobility-Pfanne in eine bestehende Hüftgelenkpfanne ist eine gute Alternative ohne erkennbare Nachteile im Vergleich zum üblichen kompletten Wechsel der Pfanne.