Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie 2026 (DKOU 2026)
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Zementierte Off-Label-Implantation einer Dual-Mobility-Pfanne in eine Hüftgelenkpfanne zur Verhinderung erneuter Luxation
Text
Zielsetzung und Fragestellung: Luxationen nach Implantation einer HTEP ist eine bekannte und auch relativ häufige Komplikation, insbesondere nach Revisionseingriffe. Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, die Ergebnisse von der Off-Label Zementierung einer Dual-Mobility-Cup in eine einliegende Pfanne (Cup in Cup) auszuwerten.
Material und Methoden: Zwischen 2014 und 2023 wurden 19 Patienten mit Dual-Mobility-Cup-bei HTEP operiert. In dieser Arbeit wird ein Vergleich zwischen metrischen Qualitätsmerkmalen mit Hilfe eines parametrischen oder nichtparametrischen Tests (SPSS V 29.0) sowie ein Vergleich kategorialer Daten mit Hilfe eines T-Tests oder eines Chi-Quadrat-Tests durchgeführt. Darüber hinaus war der primäre Endpunkt eine postoperative Revisionsoperation aufgrund einer mit der Kaplan-Meier-Methode identifizierten Ursache. Signifikanzniveau p < 0,05.
Ergebnisse: An dieser Sstudie nahmen insgesamt 19 Patienten teil: 10 Patienten erhielten die Dual-Mobility Cup als „Cup-in-Cup-Technik“ und 9 Patienten erhielten die „DMC-Technik direkt in das Acetabulum nach Explantation der ursprünglich einliegenden Pfanne“ zur Behandlung von Hüftluxationen nach Hüft-TEP. Das Durchschnittsalter der Patienten war zum Zeitpunkt der Operation 77,16 Jahre. Der durchschnittliche BMI betrug 26,28. Unter den Patienten waren 14 weiblich (73,7%) und 5 männlich (26,3%). Die mittlere Nachbeobachtungsdauer betrug 10,35 ± 17,36 Monate. Die Anzahl der präoperativen Luxationsereignisse lag durchschnittlich bei 2,89 ± 2,05. 4 Patienten mussten nach der Operation aufgrund einer Luxation oder Infektion revidiert werden. Die Ergebnisse zeigten einen p-Wert >0,05, was keinen signifikanten Unterschied zwischen der beiden o.g. Methoden zeigt.
Diskussion und Schlussfolgerung: Der zementierte Dual-Mobility Cup hat in den letzten Jahren sehr gute Ergebnisse gezeigt, insbesondere bei der Reduktion der Luxationsrate nach Revisions-TEP bei älteren Patienten. Die zementierte Off-Label-Implantation einer Dual-Mobility-Pfanne in eine bestehende Hüftgelenkpfanne ist eine gute Alternative ohne erkennbare Nachteile im Vergleich zum üblichen kompletten Wechsel der Pfanne.



