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66. Jahrestagung der Südwestdeutschen Gesellschaft für Urologie e. V.

Südwestdeutsche Gesellschaft für Urologie e. V.
10.-13.06.2026
Koblenz

Meeting Abstract

Salvage-Laserenukleation der Prostata: vergleichbare perioperative und funktionelle Resultate

Maximilian Filzmayer - Universitätsmedizin Frankfurt, Klinik für Urologie, Frankfurt am Main, Deutschland
M. Traumann - Universitätsmedizin Frankfurt, Klinik für Urologie, Frankfurt am Main, Deutschland
M. Müller - Universitätsmedizin Frankfurt, Klinik für Urologie, Frankfurt am Main, Deutschland
C. Humke - Universitätsmedizin Frankfurt, Klinik für Urologie, Frankfurt am Main, Deutschland
M. Wenzel - Universitätsmedizin Frankfurt, Klinik für Urologie, Frankfurt am Main, Deutschland
P. Mandel - Universitätsmedizin Frankfurt, Klinik für Urologie, Frankfurt am Main, Deutschland; Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martini-Klinik, Hamburg, Deutschland
L. Kluth - Universitätsmedizin Frankfurt, Klinik für Urologie, Frankfurt am Main, Deutschland; Asklepios Paulinenklinik, Klinik für Urologie, Wiesbaden, Deutschland
A. Becker - Universitätsmedizin Frankfurt, Klinik für Urologie, Frankfurt am Main, Deutschland; Urologisches Zentrum am Boxberg, Neunkirchen, Deutschland
F. Chun - Universitätsmedizin Frankfurt, Klinik für Urologie, Frankfurt am Main, Deutschland
M. Kosiba - Universitätsmedizin Frankfurt, Klinik für Urologie, Frankfurt am Main, Deutschland

Text

Einleitung: Die Laserenukleation der Prostata (LEP) ist ein etabliertes Verfahren zur Behandlung von LUTS infolge benigner Prostatahyperplasie, auch bei Rezidivadenomen. Studien zu Patienten mit vorangegangener prostatischer Operation (salvage-LEP) sind bisher nur eingeschränkt verfügbar.

Methode: In einer retrospektiven Analyse einer prospektiv geführten Datenbank wurden 1.446 LEP-Patienten eingeschlossen. In 47 Fällen (3,3%) handelte es sich um eine salvage-LEP. Analysiert wurden präoperative Charakteristika, perioperative Parameter sowie funktionelle Ergebnisse über einen Follow-up-Zeitraum von zwei Jahren.

Ergebnisse: Präoperativ zeigten sich zwischen salvage-LEP und primärer LEP in nahezu allen erfassten Parametern keine signifikanten Unterschiede (Alter, Prostatavolumen, PSA, IPSS, QoL, ICIQ, Qmax, Restharn). Der einzige Unterschied bestand im Anteil präoperativ kontinenter Patienten, der in der salvage-LEP-Gruppe höher war (86% vs. 68%; p=0,027).

Für die perioperativen Parameter ergaben sich ebenfalls keine signifikanten Unterschiede, unter anderem hinsichtlich Operationszeit, applizierter Laserenergie und Komplikationen.

Die Verbesserung des maximalen Harnstrahls fiel nach salvage-LEP etwas geringer aus (ΔQmax: 3 vs. 8 ml/s; p=0,034), bei jedoch vergleichbar verbesserten Restharnwerten sowie subjektiven Funktionsparametern (IPSS, QoL und ICIQ). Zudem waren die Abhängigkeiten von Katheter oder LUTS-Medikamenten in beiden Gruppen vergleichbar und deutlich reduziert. Postoperativ zeigte sich bezüglich der Kontinenzrate kein signifikanter Unterschied zwischen Salvage-LEP (87%) und primärer LEP (91%; p=0,4).

Schlussfolgerung: Die salvage-LEP ist technisch gut durchführbar und zeigt trotz vorangegangener Prostataoperation vergleichbare perioperative und funktionelle Ergebnisse zur primären LEP. Sie stellt somit eine sichere und effektive Therapieoption bei Rezidivobstruktion dar.