71. Kongress der Nordrhein-Westfälischen Gesellschaft für Urologie
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Sechs-Monats-Ergebnisse der WATER-III-Studie: Aquablation versus transurethrale Laserenukleation bei LUTS und Prostatavolumen zwischen 80 und 180 ml
Text
Einleitung: WATER III vergleicht die Aquablationstherapie (AT) mit der transurethralen Laserenukleation der Prostata (LEP) bei Prostatagrößen zwischen 80 und 180 ml. Die primäre Endpunktanalyse zeigte eine Nichtunterlegenheit der AT hinsichtlich der IPSS-Reduktion nach drei Monaten. Diese Analyse berichtet über die Ergebnisse nach sechs Monaten.
Methode: Die Investigator-initiierte, internationale, prospektive multizentrische Studie schloss randomisierte und nicht-randomisierte Patienten ein. Die nach sechs Monaten ausgewerteten Endpunkte umfassten die IPSS Reduktion, die Verbesserung der maximalen Harnflussrate (Qmax) und die Reduktion des Restharns. Zusätzlich wurden das Auftreten einer de-novo-Inkontinenz nach der Operation (definiert als neu aufgetretene Pad-Nutzung bei Patienten, die zu Studienbeginn kontinent waren) mit Persistenz bis sechs Monate sowie die Rate der chirurgischen Wiederbehandlung (definiert als die Notwendigkeit einer erneuten Geweberesektion) ausgewertet.
Ergebnisse: Nach sechs Monaten verblieben 84 von 98 AT-Patienten und 80 von 88 LEP-Patienten in der Studie. Die durchschnittliche IPSS Reduktion betrug 15,1 Punkte (SD 6,6) nach AT und 14,8 Punkte (SD 6,3) nach LEP (p = 0,768). Die Lebensqualitäts-Domäne des IPSS verbesserte sich um 3,2 Punkte (SD 1,7) bzw. 2,9 Punkte (SD 1,7) (p = 0,249). Der mittlere Qmax stieg nach AT um 11 mL/s (SD 10,3) und nach LEP um 17,9 mL/s (SD 13) (p = 0,009). Der Restharn reduzierte sich um 59,9 ml (AT, SD 96,8) bzw. 67,2 ml (LEP, SD 104,9) (p = 0,698). Die postoperativen Inkontinenzraten nahmen im Verlauf ab. Nach drei Monaten wurde bei sechs AT- und elf LEP-Patienten eine de-novo-Inkontinenz berichtet. Nach sechs Monaten berichtete ein (1,4%) AT-Patient über persistierende de-novo-Mischinkontinenz. Nach LEP traten persistierende de-novo-Drang-, Misch- und Stressinkontinenz in jeweils einem (1,9%), einem (1,9%) und drei Fällen (5,6%) auf. Eine chirurgische Wiederbehandlung innerhalb der ersten sechs Monate wurde in drei AT-Fällen und in keinem der Fälle nach LEP durchgeführt.
Schlussfolgerungen: Nach sechs Monaten zeigten sowohl AT als auch LEP anhaltende und vergleichbare Symptomverbesserungen.
Während LEP mit einer höheren Rate persistierender Inkontinenz verbunden war, war bei der AT in drei Fällen eine chirurgische Wiederbehandlung notwendig.



