71. Kongress der Nordrhein-Westfälischen Gesellschaft für Urologie
71. Kongress der Nordrhein-Westfälischen Gesellschaft für Urologie
Laser in der Endourologie 2025: TFL, Ho:YAG und internationale Leitlinien (EAU–AUA–AFU–DGU)
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Lasertechnologien sind nicht mehr wegzudenken aus der modernen Endourologie. Sie werden zunehmend wichtiger in den nationalen und internationalen Leitlinien (EAU, AUA, AFU, DGU). Technologische Fortschritte – vor allem die Einführung des (TFL) – haben in den letzten Jahren auch in der klinischen Praxis einiges verändert. Auch wenn der Holmium:YAG-Laser (Ho:YAG) verbreitet im Einsatz ist, ist das Interesse an lasersparenderen, präziseren und sichereren Laserquellen groß.
Ziel ist es, einen aktuellen Überblick über die physikalischen Grundlagen, die technischen Neuerungen und den Stand der Leitlinien im Jahr 2025, so wie es auf deutschen Kongressen (DGU) erwartet wird, zu bieten.
Für diesen Beitrag wurden aktuelle Leitlinien sowie experimentelle und klinische Vergleichsstudien zu TFL und Ho:YAG recherchiert. Es wurden die technischen und physikalischen Kenngrößen von Lasern (Peak Power, Pulsenergie, Frequenz, Fasergröße, Retropulsions- und Wärmebelastung) sowie der praktische Einsatz der Laser in der Urologie (URS, Mini-URS, Mini-NLPC, BPH-Laserchirurgie) systematisch erfasst und ausgewertet.
Der TFL erlaubt eine deutlich effektivere Steinzertrümmerung, da hier weniger Retropulsion auftritt, höhere Frequenzen möglich sind und die Laserfasern feiner sind – insbesondere bei Hartsteinen. In Vergleichsstudien zeigt sich, dass der TFL Vorteile beim Sehen, bei der Kontrolle und bei der Schnelligkeit bietet, wenn es um die Verkleinerung von Steinen oder die Miniaturisierung von Eingriffen geht. Der Ho:YAG ist jedoch weiterhin ein robuster Standard und auf breiter klinischer Erfahrung basierend, vor allem bei der BPH-Chirurgie (HoLEP). Internationale Leitlinien führen beide Laser als effektiv und sicher ein, bringen den TFL aber als wichtigen aufkommenden Laser ins Spiel. Für die Praxis in Deutschland (DGU) bedeutet dies: Der TFL ist insbesondere bei der URS und Mini-NLPC auf dem Vormarsch.
Laser gehören zu den Technologien, die die moderne Endourologie prägen und rasant weiterentwickelt werden. Der TFL hat 2025 Vorteile hinsichtlich Effizienz, Präzision und Miniaturisierung zu bieten, gleichzeitig ist der Ho:YAG Laser weiterhin ein bewährter Wert für die Klinik. Beides, so die Leitlinien, hat Bedeutung für die Zukunft. Allerdings zeigt sich eine klare Tendenz in Richtung eines stärkeren Einsatzes des TFL in der Endourologie der Zukunft. Die Wahl des Lasers ist für den klinischen Alltag eine Frage von Steinart, Anatomie, Ausstattung und Erfahrung.



