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71. Kongress der Nordrhein-Westfälischen Gesellschaft für Urologie

Nordrhein-Westfälische Gesellschaft für Urologie e. V.
16.-17.04.2026
Essen

Meeting Abstract

WUPSTA – die Wuppertaler Urologische Ausbildungsstation

Stephan Degener - Helios Universitätsklinikum Wuppertal, Klinik für Urologie und Kinderurologie, Wuppertal, Deutschland
Nicole de la Corte - Helios Universitätsklinikum Wuppertal, Wuppertal, Deutschland
Anika Brisch - Helios Universitätsklinikum Wuppertal, Wuppertal, Deutschland
Yvonne Schmidgen - Helios Universitätsklinikum Wuppertal, Wuppertal, Deutschland
Ute Ott - Helios Universitätsklinikum Wuppertal, Wuppertal, Deutschland
Stefanie Szczepanski - Helios Universitätsklinikum Wuppertal, Wuppertal, Deutschland
Jost Hohage - Helios Universitätsklinikum Wuppertal, Klinik für Urologie und Kinderurologie, Wuppertal, Deutschland
Simone Hyun - Helios Universitätsklinikum Wuppertal, Wuppertal, Deutschland
Friedrich-Carl von Rundstedt - Helios Universitätsklinikum Wuppertal, Klinik für Urologie und Kinderurologie, Wuppertal, Deutschland

Text

Einleitung: Die medizinische Ausbildung gilt als verschult und Reformansätze der letzten Jahre, wie der Entwurf einer neuen Approbationsordnung hatten das Ziel, die Ausbildung von Medizinstudierenden praxisorientierter und interdisziplinärer zu gestalten. Ähnliche Ansätze werden auch bei der Ausbildung von Pflegeberufen gefordert.

Angloamerikanische und skandinavische Modelle stärken Studierende mit einer eigenverantwortlichen Rolle in der Krankenversorgung (supported active participation).

Methode: Das Helios Universitätsklinikum Wuppertal bietet seit 2023 eine interprofessionelle urologische Ausbildungsstation (Medizin und Pflege) an, auf der Patient:innen mit dem gesamten Spektrum urologischer Erkrankungen behandelt werden. Studierende der Humanmedizin verantworten unter oberärztlicher Supervision den medizinischen Alltag auf der Station von der Visite, über Anordnungen, Untersuchungen bis zum Entlassmanagement. Auszubildende zu Pflegefachfrau/Pflegefachmann verantworten unter der Supervision von erfahrenen Praxisanleiter:innen die komplette pflegerische Betreuung und Versorgung der Patient:innen. Wöchentliche Lehrvisiten vertiefen urologisches Wissen.

Ergebnisse: 10 PJ-Studierende bewerten Lernerfolg deutlich höher als im klassischen PJ, fühlen sich besser auf den Berufsstart vorbereitet und zeigen ein besseres Verständnis für interdisziplinäre Zusammenarbeit. 3/10 PJ-Studieren arbeiten als AIW in Wuppertal, 7/10 arbeiten als AIW in der Urologie.

103 Auszubildende: Bewerten die Eigenverantwortlichkeit als größten Pluspunkt gegenüber „normalen“ Einsätzen, wertschätzen, dass sie mehr im Fokus stehen (als auf einer Normalstation) und erleben eine deutlich höhere Wertschätzung durch die Patient:innen.

Über 1.500 Patient:innen: Fühlen sich hervorragend versorgt, nehmen eine höhere Aufmerksamkeit des Personals wahr.

Im Vergleich zur Normalstation zeigen sich keine Unterschiede in der Fallschwere, der Krankenhausverweildauer und der Komplikationen.

Schlussfolgerung: Unsere ersten Erfahrungen nach 2,5 Jahren zeigen, dass die Ausbildungsstation den Lernerfolg von Studierenden und Auszubildenden steigert, von Patient:innen geschätzt und mit höherer Patientenzentriertheit bewertet wird.