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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Lone Worker: Allein arbeiten – gemeinsam tragen. Wer schützt wen in der Feldarbeit?

Angela Fuchs - Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Düsseldorf, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Allgemeinmedizin (ifam), Centre for Health and Society (chs), Düsseldorf, Deutschland
Paula Steinhoff - Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Düsseldorf, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Allgemeinmedizin (ifam), Centre for Health and Society (chs), Düsseldorf, Deutschland
Sabrina Kastaun - Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Düsseldorf, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Allgemeinmedizin (ifam), Centre for Health and Society (chs), Düsseldorf, Deutschland
Stephanie Klosterhalfen - Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Düsseldorf, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Allgemeinmedizin (ifam), Centre for Health and Society (chs), Düsseldorf, Deutschland
Verena Leve - Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Düsseldorf, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Allgemeinmedizin (ifam), Centre for Health and Society (chs), Düsseldorf, Deutschland
Alicia Prinz - Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Düsseldorf, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Allgemeinmedizin (ifam), Centre for Health and Society (chs), Düsseldorf, Deutschland
Anne Waldhoff - Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Düsseldorf, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Allgemeinmedizin (ifam), Centre for Health and Society (chs), Düsseldorf, Deutschland

Text

Hintergrund: Als Lone Worker gelten im Forschungskontext Mitarbeitende, die Gesundheitsdaten allein und außerhalb eines festen Teams erheben, z. B. in Hausarztpraxen, telefonisch oder im häuslichen Umfeld von Patient:innen. Allein in die Feldarbeit zu gehen bedeutet jedoch häufig auch, sensible Lebensgeschichten und Krisenerfahrungen der Betroffenen unmittelbar mitzuerleben. In der Begegnung mit zum Teil sehr persönlichen und belastenden (Krankheits-) Erfahrungen und Erinnerungen stellt sich schnell die Frage, wie wir unsere eigene Rolle als Forschende klären. Inwieweit fühlen wir uns verantwortlich für das Wohl unseres Gegenübers, was nehmen wir mit nach Hause? Welche Verantwortung tragen wir für unsere Gesprächspartner:innen – und welche nicht?

Zudem können Grenzüberschreitungen in Interviewsituationen – insbesondere in aufsuchenden oder wenig strukturierten Settings – eine reale Belastung darstellen. Wie gehen wir damit um, auch im Spannungsfeld zwischen Selbstfürsorge und den Anforderungen des Projektverlaufs?

Welche Fragen und Verantwortlichkeiten ergeben sich daraus für Projekt- und Institutsleitungen, um diesen emotionalen, ethischen und professionellen Herausforderungen angemessen zu begegnen? Und wie lässt sich diese Verantwortung auf institutioneller Ebene wirksam verankern – etwa durch Sicherheitskonzepte, klare Rollenklärung sowie Intervision und Supervision?

Zielsetzung/Fragestellung: Sensibilisierung für die Herausforderungen der Alleinarbeit; Reflexion der eigenen Rolle und Verantwortung im Kontext der Rahmenbedingungen von Forschung

Diskussionspunkt: Wo endet meine Verantwortung als Forschende:r – und wo beginnt die der Institution oder des Versorgungssystems?

Zielgruppe: Institutsleitungen, Wissenschaftler:innen, Doktorand:innen, wiss. Hilfskräfte, Study Nurses

Didaktische Methode/n: Kurzvortrag (Einführung), Fallarbeit anhand praxisnaher Szenarien (Kleingruppen), strukturierte Reflexion (Leitfragen zur eigenen Rolle und Verantwortung), moderierter Erfahrungsaustausch im Plenum

Take Home Message für die Praxis: Rolle klären. Verantwortung reflektieren. Verlässliche Strukturen schaffen.

Kurzvorstellung des/r Workshop-leitenden Person/en: Dipl.-Psych. Angela Fuchs, Psychologische Psychotherapeutin. Themenschwerpunkte: Gesundsein und Kranksein im Alter

Geschätzte Anzahl Teilnehmern/innen: 25

Interessenskonflikte: Keine