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- Neue Behandlungsmethoden bei Long-/Post-COVID, Post-Vac-Syndrom und ME/CFS: Shared Decison-Making im Spannungsfeld von EbM und Sozialmedizin – Erfahrungen eines Medizinischen Dienstes
Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Neue Behandlungsmethoden bei Long-/Post-COVID, Post-Vac-Syndrom und ME/CFS: Shared Decison-Making im Spannungsfeld von EbM und Sozialmedizin – Erfahrungen eines Medizinischen Dienstes
Text
Hintergrund: Für Patient:innen, die an Long-/Post-COVID bzw. ME/CFS erkrankt sind oder nach COVID-19-Immunisierung vergleichbare Symptome entwickelt haben, fehlen oft kausal wirksame und spezifisch zugelassene medikamentöse oder nicht-medikamentöse Therapien. Bei gleichzeitig hohem Leidensdruck entschließen sich viele Betroffene für außervertragliche, zeit- und kostenintensive Therapieansätze wie H.E.L.P.-Apherese, Immunadsorption oder hyperbare Sauerstofftherapie (HBO), die derzeit in klinischen Studien bei den genannten Indikationen beforscht, teilweise auch als Individuelle Gesundheitsleistung angeboten und in den Medien beworben werden. Hausärzt:innen sind häufig erste Anlaufstelle für Betroffene; sie übernehmen eine Schlüsselposition in der Versorgung.
Zielsetzung/Fragestellung: Der Workshop zielt darauf ab, die aktuelle wissenschaftliche Evidenz aus relevanten Primärstudien, systematischen Übersichtsarbeiten, Health Technology Assessments und Leitlinien sowie Erkenntnisse der sozialmedizinischen Begutachtung zusammenzuführen und gemeinsam praktische Lösungsansätze einer evidenzbasierten und patientenorientierten Versorgung herauszuarbeiten.
Diskussionspunkt:
- Was wissen wir zum Einsatz von Apherese und HBO bei Long-/Post-COVID, Post-Vac-Syndrom und ME/CFS? Verfügbare wissenschaftliche Evidenz vs. Medienberichterstattung
- Welche Erkenntnisse gibt der Einblick in das Auftragsgeschehen eines Medizinischen Dienstes seit Beginn der SARS-CoV-19-Pandemie?
- Wie können Allgemeinmedizin und sozialmedizinische Ansätze synergetisch wirken? Sozialmedizinische Begutachtung außervertraglicher Leistungen und evidenzbasierte Nutzen-Risiko-Abwägung.
Zielgruppe: Hausärzt:innen und Mitarbeitende im Öffentlichen Gesundheitsdienst und Sozialmedizin
Didaktische Methode/n: Drei Impulsvorträge mit interaktiven Sequenzen, Vorstellung von Praxisbeispielen, Erfahrungsaustausch, Erarbeiten von Lösungsmöglichkeiten.
Take Home Message für die Praxis: Nach der SARS-CoV-19 Pandemie besteht weiterhin Versorgungs- und Forschungsbedarf. Hausärzt:innen spielen eine Schlüsselrolle in der Aufklärung zu neuen Methoden. Shared-Decision-Making soll sowohl den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse als auch geltende sozialrechtliche Vorgaben berücksichtigen.
Kurzvorstellung des/r Workshop-leitenden Person/en: Dr. Veronika Jovasevic, Fachärztin für Chirurgie, Leiterin Medizinischer Fachbereich Methodenbewertung, Medizinischer Dienst Nordrhein
Geschätzte Anzahl Teilnehmern/innen: 20–30
Interessenkonflikte: Keine



