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German Congress of Orthopaedics and Traumatology 2026 (DKOU 2026)

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU)
20.-23.10.2026
Berlin

Meeting Abstract

Die Ulnaverkürzungsosteotomie beim Ulnaimpaktionssyndrom verbessert die Beschwerden zuverlässig – eine retrospektive Analyse in 123 Fällen

David Schleifer - Universitätsklinikum Frankfurt, Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Frankfurt am Main, Deutschland
Katharina Sommer - Universitätsklinikum Frankfurt, Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Frankfurt am Main, Deutschland
Johannes Frank - Universitätsklinikum Frankfurt, Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Frankfurt am Main, Deutschland
Ingo Marzi - Universitätsklinikum Frankfurt, Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Frankfurt am Main, Deutschland

Text

Zielsetzung und Fragestellung: Ziel dieser Studie war die Evaluation klinischer, radiologischer und funktioneller Ergebnisse nach einer Ulnaverkürzungsosteotomie beim Ulnaimpaktionssyndrom (UIS).

Material und Methoden: Es wurde eine retrospektive monozentrische Analyse von 123 Patienten durchgeführt, die zwischen dem 01.01.2010 und dem 30.06.2024 aufgrund eines idiopathischen oder posttraumatischen UIS bzw. einer Instabilität des distalen Radioulnargelenks (DRUG) mittels Ulnaverkürzungsosteotomie operativ versorgt wurden. Erfasst wurden Indikation, präoperative Bildgebung, operative Parameter, postoperative Komplikationen, Knochenheilung, Folgeoperationen sowie funktionelle Ergebnisse. Die statistische Auswertung erfolgte deskriptiv sowie mittels t-Test und Chi-Quadrat-Test (p < 0,05).

Ergebnisse: 61,78% der Patienten waren weiblich und das mittlere Alter betrug 44,50 Jahre. Das rechte Handgelenk war mit 60,16% am häufigsten betroffen. Ein idiopathisches UIS lag in 60,16%, ein posttraumatisches in 31,71% der Fälle vor und bei 8,13% bestand eine Instabilität des DRUG. Die mittlere präoperative positive Ulnavarianz betrug 3,73 mm.In der präoperativen MRT zeigten sich bei 54,40% TFCC-Läsionen und bei 58,70% Knochenmarksödeme des Os lunatum. Das Vorliegen einer TFCC-Läsion war hochsignifikant mit der Durchführung einer zusätzlichen Handgelenksarthroskopie assoziiert (p < 0,001). Die mittlere Ulnaverkürzung betrug 3,77 mm, die durchschnittliche Operationszeit 80,20 Minuten. Postoperative Komplikationen traten bei 16,26% auf, am häufigsten ein komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS) mit 3,25%. Die Pseudarthroserate lag bei 2,44% und trat ausschließlich bei Rauchern auf. Bei 66 Patienten erfolgte im Verlauf eine Materialentfernung. Funktionell waren 64,13% der Patienten postoperativ schmerzfrei und 85,37% wieder voll belastbar.

Diskussion und Schlussfolgerung: Die Ulnaverkürzungsosteotomie zeigt beim Ulnaimpaktionssyndrom zuverlässige klinische und radiologische Ergebnisse mit niedriger Pseudarthroserate und guten funktionellen Ergebnissen. Präoperative MRT-Befunde beeinflussen die operative Strategie hinsichtlich der Durchführung einer zusätzlichen Handarthroskopie. Mit 123 eingeschlossenen Fällen stellt diese Studie die bislang größte monozentrische Analyse zur Ulnaverkürzungsosteotomie dar.