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German Congress of Orthopaedics and Traumatology 2026 (DKOU 2026)

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU)
20.-23.10.2026
Berlin

Meeting Abstract

Achillodynie – Diagnose oder Chamäleon Indikation und Ergebnisse des FHL-Transfers mit Resektion der Haglundexostose

Heino Arnold - SANA Klinikum Pegnitz, Orthopädisches Centrum Fichtelgebirge, Rehau, Deutschland

Text

Zielsetzung und Fragestellung: Akute Tendopathien der Achillessehne sind einer Therapie gut zugänglich, anders jedoch bei chronischen Formen. Je nach Form der Tenopathie kommen bei erfolgloser konservativer Therapie auch operative Verfahren in Betracht. Die Entfernung nekrotischen Sehnengewebes beseitigt zwar die ultrastrukturellen Veränderungen, setzt jedoch eine gute Regenerationsfähigkeit der Sehne am locus minoris resistentiae voraus. Die prospektiv angelegte Studie soll den Nutzen des FHL-Transfers mit Resektion der Haglundferse aufzeigen.

Material und Methoden: 8/2011 bis 8/2025 wurden 142 FHL-Transfers mit Resektion knöcherner Spornbildungen, in 28 Fällen bei pathologischem Fowler-Philipps-Winkel ergänzt durch Calcaneusosteotomie, durchgeführt (Alter 37 bis 70 Jahre, Ø 51 Jahre, 58 Frauen, 84 Männer) nach mehrmonatiger erfolgloser konservativer Therapie. Die Entnahme der FHL-Sehne erfolgte in short harvest Technik, was die Revision der Achillessehne und knöcherne Rekonturierung ermöglicht. Fallweise wurde mittels lateralen Zuganges zum Calcaneus eine dorsal schließende Korrekturosteotomie durchgeführt. Die Auswertung erfolgte prospektiv anhand des AOFAS Rückfußscores.

Ergebnisse: Der AOFAS Score verbesserte sich von durchschnittlich 59 auf 92 Punkte. Ein Kraftverlust beim Abrollen des Fußes, insbesondere in der Toe-off Phase, wurde zweimal angegeben. Zehenspitzengang war problemlos möglich.

Diskussion und Schlussfolgerung: Der FHL-Transfer mit Resektion von Exostosen,ergänzt durch schließende Calcaneusosteotomie bei gegebener Indikation, ist bei konservativ therapierafraktärem Verlauf einer Achillotenopathie ein Verfahren mit guten Ergebnissen. Die präoperativen Beschwerden werden deutlich gebessert, ein Funktionsverlust infolge des Sehnentransfers wird in der Regel nicht manifest.