8. Jahrestagung der Wissenschaftlichen Fachgesellschaft für Künstlerische Therapien
8. Jahrestagung der Wissenschaftlichen Fachgesellschaft für Künstlerische Therapien
Kunsttherapie im Museum – Forschungsprojekt der rezeptiv-kunsttherapeutischen Praxis zur Gesundheitsförderung
2Deutschland
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Das Pilotprojekt (Januar 2024–März 2026) ist eine Kooperation von Kunsttherapeutinnen, Alumni der Sigmund Freud PrivatUniversität Berlin (SFU), mit dem Department Psychotherapiewissenschaften/FB Kunsttherapie der Sigmund Freud PrivatUniversität Berlin (SFU) und der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin (SMB). Untersucht werden rezeptiv-kunsttherapeutische Ansätze in kulturellen, öffentlichen Räumen und nicht im klinischen Setting. Die monatliche Workshop-Reihe mit Studierenden (SFU) findet im Alten Museum (SMB) auf der Museumsinsel in Berlin statt.
Das Programm zielt darauf ab, Gesundheit mit Kunst sektorenübergreifend zu stärken. Das Gruppenangebot wird von zwei Kunsttherapeutinnen in Tandem geleitet, die gemeinsam die Schnittstelle von Kunstpädagogik und Kunsttherapie im musealen Umfeld erforschen. Durch die kunsttherapeutische Praxis und traumainformierter Haltung in einem nicht-klinischen Setting, fördern die Workshops eine tiefe Selbstreflexion, die den Empfehlungen der WHO entspricht, das therapeutische Potenzial der Kunst über die gesamte Lebensspanne hinweg zu nutzen. Mit rezeptiver Kunsttherapie sowie aktiver Kunsttherapie, schaffen wir ein unterstützendes Umfeld, das transformierende Erfahrungen und Kunsterleben anregt als auch kreative, spielerische Praktiken mit moderierten und vertiefenden Gesprächen verbindet.
Methodisch nutzt die Studie Instrumente wie den Aesthetic Experience Questionnaire (AEQ) zur Erfassung ästhetischer Reaktionen auf Kunstwerke und das UCL Museum Wellbeing Measures Toolkit zur Bewertung des psychischen Wohlbefindens unter Verwendung eines prä-post-Designs. Der richtungsweisende Trend der Ergebnisse (N = 18) trägt zur Entwicklung von nicht stigmatisierenden, inklusiven Rahmenbedingungen für die Kunsttherapie im Museum bei.
Dies deutet darauf hin, dass bestehende Barrieren abgebaut werden könnten, Museen inklusive, soziale, kulturelle Orte sein können, in denen sich Besucher*innen willkommen und sicher fühlen. Um sich diesen Zielen anzunähern, ist weitere Forschung relevant. Weitere Erkenntnisse sind wünschenswert, um diesen Ansatz zu fundieren und auf diverse Teilnehmer:innen zu erweitern und zu untersuchen.



