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Jahrestagung der Vereinigung Westdeutscher Hals-Nasen-Ohren-Ärzte 2026

Vereinigung Westdeutscher Hals-Nasen-Ohren-Ärzte
27.-28.02.2026
Dortmund

Meeting Abstract

Optimierung der Schnellschnittdiagnostik in der Kopf-Hals-Onkochirurgie durch ein 3D-Modell

Benedikt Schmidl - Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, München, Deutschland
Anne Ruck - Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, München, Deutschland
Fabian Stögbauer - Institut für Pathologie, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, München, Deutschland
Barbara Wollenberg - Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, München, Deutschland
Markus Wirth - Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, München, Deutschland; Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Phoniatrie und Pädaudiologie, UK Aachen, RWTH Aachen, Aachen, Deutschland

Text

Einleitung: Einer der wichtigsten Prognosefaktoren in der chirurgischen Therapie von Kopf-Hals-Tumoren ist die R0-Resektion. Durch die teils diffizile Bestimmung der makroskopischen Tumorgrenzen kommt der Schnellschnittdiagnostik eine entscheidende Rolle zu. Die derzeit noch weitestgehend analoge Kommunikation zwischen Chirurg und Pathologe limitiert die Präzision der Methode.

Materialien und Methoden: Es wurde ein Software-Prototyp zur Annotierung eines 3D-Tumormodells und Kommunikation zwischen Chirurg und Pathologe programmiert. Im Rahmen einer klinischen Machbarkeitsstudie an der HNO-Klinik des Klinikums rechts der Isar wurde das System bei Patienten (n=20) mit resezierbaren Kopf-Hals-Tumoren getestet.

Ergebnisse: Es konnte die Machbarkeit der 3D-Technik bestätigt werden. Die beteiligten Pathologen bewerteten insbesondere die verbesserte räumliche Orientierung und die klare Kommunikation der Resektionsränder als wesentliche Vorteile des digitalen Ansatzes. In einer begleitenden Anwenderbefragung (Bewertungsskala 1 bis 5 Punkte) wurden die Verbesserung der Kommunikation (4,75), Visualisierung (4,25), Einfachheit (4,25), und eine mögliche Verringerung der Rate an Missinterpretationen (4,5) hervorgehoben.

Schlussfolgerung: Der Einsatz digitaler 3D-Modelle ist machbar und kann die intraoperative Schnellschnittdiagnostik verbessern.