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Viszeralmedizin NRW 2026. 192. Jahrestagung der Niederrheinisch-Westfälischen Gesellschaft für Chirurgie, 34. Jahrestagung der Gesellschaft für Gastroenterologie


18.-19.06.2026
Dortmund

Meeting Abstract

Simultanes Ösophagus- und colorektales Karzinom sollten simultan operiert werden – Operationsstrategie und Ergebnisse

M. Hemmerich - Elisabeth-Krankenhaus, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie, Essen, Deutschland
R. J. Adamek - St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh, Innere Medizin, Gastroenterologie, Onkologie, Kardiologie, Intensivmedizin und Viszeralmedizin, Essen, Deutschland
S. Albert - Elisabeth-Krankenhaus, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie, Essen, Deutschland
J. Parvez - Elisabeth-Krankenhaus, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie, Essen, Deutschland
P. M. Markus - Elisabeth-Krankenhaus, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie, Essen, Deutschland
A. H. Hölscher - Elisabeth-Krankenhaus, Contilia Zentrum für Speiseröhrenerkrankungen, Essen, Deutschland

Text

Hintergrund und Ziel: Die Ergebnisse der laparoskopischen Versorgung von drei Patienten mit simultanen Adenokarzinomen (AC) des Ösophagus und des Colorektums ohne Fernmetasten (M0) werden präsentiert.

Methode: Bei dem ersten Patienten wurde trotz gleichzeitiger Diagnose extern das Coecumkarzinom (pT2, N0(0/33), L0, V0, Pn0, G2, R0) durch eine offene Hemicolektomie rechts entfernt und erst danach der Patient zugewiesen. Die laparoskopische Gastrolyse des Barrett- Adenokarzinoms (pT1b, N0 (0/31), L1, VX, pN0, R0, G3) war durch Ahäsionen deutlich erschwert, sodass aus Sicherheitsgründen bei der Präparation des Gefäßstiels mit der A. und V. gastroepiploica dextra eine Laparotomie durchgeführt werden musste. Die anschließende rechtsseitige transthorakale Ösophagektomie mit Magenhochzug und 28er Circularstapler- Ösophagogastrostomie war komplikationslos.Die Tumoren der zwei weiteren Patienten wurden simultan nach neoadjuvanter Chemotherapie mit dem FLOT- Protokoll operiert. Bei dem Fall des AC des distalen Ösophagus (ypT3, N1(2/29), L1, V0, Pn0, G3, R0) und des mittleren Rektums (ypT3, N1a (1/20), L1, V0, Pn0, G2, R0) erfolgte eine laparoskopische Gastrolyse, eine Cholecystektomie bei symptomatischer Cholecystolithiasis, eine tiefe anteriore Rektumresektion mit protektivem Ileostoma und danach die rechtsseitige transthorakale Ösophagektomie mit Magenhochzug.Bei dem Patienten mit dem AC des distalen Ösophagus (ypT0, N0, (0/31), L0, V0, Pn0, R0) und der rechten Colonflexur (ypT3, N0, (0/27), L0, V0, Pn0, G3, R0) wurde laparoskopisch die Gastrolyse und die Hemicolektomie rechts mit Ileotransversostomie sowie die rechtsseitige transthorakale Ösophagektomie mit Magenhochzug vorgenommen.

Ergebnis: Die postoperativen Verläufe waren komplikationslos und die perioperative Chemotherapie wurde bei den 2 Patienten mit neoadjuvant begonnenem Therapieregime komplettiert. Bei dem zweiten Patienten nach Ileostomarückverlagerung.

Zusammenfassung: Aufgrund der Vorteile der laparoskopischen Ausführung der Gastrolyse und der Colon- bzw. Rektumresektion sollten Patienten mit simultanen Ösophagus- und colorektalen Karzinomen in einer Sitzung operiert werden.