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Viszeralmedizin NRW 2026. 192. Jahrestagung der Niederrheinisch-Westfälischen Gesellschaft für Chirurgie, 34. Jahrestagung der Gesellschaft für Gastroenterologie


18.-19.06.2026
Dortmund

Meeting Abstract

Auswertung einer klinikinternen prospektiven Datenbank hinsichtlich onkologischem und perioperativem Outcome bei konventioneller vs. robotischer rechtsseitiger Hemikolektomie

H. Altin - Ruhr-Universität Bochum, Medizinische Fakultät, Bochum, Deutschland
T. Brechmann - Ruhr-Universität Bochum, Bochum, Deutschland; Knappschaft Kliniken Bottrop, Abteilung für Gastroenterologie, Bottrop, Deutschland
M. Mazgaldzhi - Ruhr-Universität Bochum, Bochum, Deutschland; Augusta-Kliniken Bochum Mitte, Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Bochum, Deutschland
A.-M. Wilk - Wroclaw Medical University, Wroclaw, Polen
B. Mann - Ruhr-Universität Bochum, Bochum, Deutschland; Augusta-Klinikum Bochum Mitte, Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Bochum, Deutschland
A. Wilk - Ruhr-Universität Bochum, Bochum, Deutschland; Augusta-Klinikum Bochum Mitte, Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Bochum, Deutschland

Text

Hintergrund und Ziel: Zu den etablierten Verfahren in der onkologischen kolorektalen Chirurgie zählen die konventionelle und laparoskopische Vorgehensweise. Mit dem Auftreten der robotischen OP-Systeme gilt es zu eruieren, ob sich hieraus Unterschiede gegenüber etablierter Techniken ergeben.

Methode: Monozentrische, retrospektive Analyse einer prospektiv erhaltenen kolorektalen Datenbank. Konsekutiver Einschluss aller Patienten, welche zwischen 2010 und 2020 aus onkologischen Gründen einer Resektion des rechtsseitigen Hemikolons unterzogen wurden. Ausschluss aller Noteingriffe, sowie aller laparoskopischen Eingriffe aufgrund geringer Fallzahlen. Primärer Endpunkt der Auswertung war das Gesamtüberleben (OS). Zu den sekundären Endpunkten zählten das progressionsfreie Überleben (PFS), perioperative Parameter und die histopathologische Qualität. Die Statistik der Langzeitdaten umfasste die Kaplan-Meier-Methode, eine Cox-Regression mit Adjustierung und eine binäre logistische Regressionsanalyse. Zudem erfolgte deskriptive Statistik, Interferenzstatistik und eine Subgruppenanalyse der T4-Karzinome.

Ergebnis: Es wurden 198 Patienten eingeschlossen (konventionell (ORH) n = 77, robotisch (RRH) n = 121). ORH zeigte einen höheren Anteil an T4 Karzinomen (ORH 28 vs. RRH 26, p = 0.026) und an Nebeneingriffen (Major-Resektionen (ORH 18 vs. RRH 11, p = 0.006). Die Qualität der onkologischen Radikalität war vergleichbar. Das OS ergab nur nominelle Unterschiede (Kaplan Meier: ORH 45.3 Monate (95%-KI 40.4-50.1) vs. RRH 49.9 Monate (95%-KI 46.4-53-5), p = 0.13). Das PFS war in der RRH signifikant verlängert (Kaplan Meier: ORH 42.2 Monate (95%-KI 37.1-47.4) vs. RRH 49.1 Monate (95%-KI 45.4-52.8), p = 0.029). Die binäre Regressionsanalyse ergab zwei signifikante Prädiktoren für das PFS: das Vorliegen eines T4-Karzinoms (p = 0.004) und Nebeneingriffe (p = 0.005). Diese Faktoren zeigten sich in der adjustierten Cox-Analyse weiterhin signifikant prädiktiv für das progressionsfreie Überleben (T4: HR 3.08; 95% KI 1.46–6.48; p = 0.001, Nebeneingriffe: HR 3.24; 95% KI 1.47–7.14; p = 0.004). Die Subgruppenanalyse der T4-Karzinome zeigte einen längeren Krankenhausaufenthalt für das offen-chirurgische Kollektiv (ORH 20 Tage vs. RRH 14 Tage, p = 0.012).

Zusammenfassung: Die robotische Vorgehensweise zeigte hinsichtlich onkologischer Radikalität eine Nicht- Unterlegenheit.