52. Tagung der Bayerischen Urologenvereinigung und der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie
52. Tagung der Bayerischen Urologenvereinigung und der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie
Ergebnisse nach feminisierender Genitaloperation im zweizeitigen Vorgehen mit peniler Inversionstechnik
Text
Einleitung: Die feminisierende Genitalangleichung ist für trans Frauen meist die zentrale körpermodifizierende Maßnahme. Meist wird neben einer Neovulva auch die Bildung einer Neovagina gewünscht. Die häufigste Methode für die Neovaginakonstruktion ist die „kombinierte Technik“ mit peniler Inversion und freiem Hauttransplantat.
Methodik: Die urogenitale Angleichung wird an unserem Zentrum in zwei Schritten im Abstand von planmäßig drei Monaten vorgenommen. Im ersten Eingriff erfolgt neben der Penektomie und Hodenentfernung die Bildung der Neovulva mit Labia majora, Neoclitoris und Bildung des femininen Meatus externus urethrae. Der Penisschafthautschlauch wird zur Bildung des äußeren Neovaginaabschnitts invertiert und der innere Abschnitt der Neovaginahöhle mittels eines Vollhauttransplantats ausgekleidet.
Ergebnisse: Die Technik wird in den einzelnen Schritten erläutert. Es wurden über 100 der in 2024 bis 2025 behandelten Personen ausgewertet. Insbesondere wurden Daten zu Patientenalter, BMI, Komorbiditäten, OP-Dauer und Anzahl der benötigten Eingriffe erhoben. Komplikationen wurden nach der Clavien-Dindo-Einteilung ausgewertet. Es wurde keine Rektumläsion bzw. rektovaginale Fistel verzeichnet.
Schlussfolgerung: Die urogenitale Angleichung in o.g. Verfahren stellt eine sehr sichere Maßnahme dar.



