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52. Tagung der Bayerischen Urologenvereinigung und der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie


06.-08.05.2026
Würzburg

Meeting Abstract

Ergebnisse der Penoidkonstruktion mittels neurovaskulärer Radialislappenplastik

Jens Wallmichrath - Urologische Klinik München Planegg, Urologie/Plastische Chirurgie, Planegg, Deutschland
Martina Schernhammer - UKMP, Urologie, Planegg, Deutschland
Nima Amouei - Urologische Klinik München Planegg, Urologie, Planegg, Deutschland
Ferdinand von Klinckowström - UKMP, Urologie, Planegg, Deutschland
Aleksander Antoniewicz - UKMP, Urologie, Planegg, Deutschland
Bernhard Liedl - UKMP, Urologie, Planegg, Deutschland

Text

Einleitung: Die Penoidbildung mit Radialislappenplastik mit simultaner Harnröhrenkonstruktion durch Tube-within-a-tube-Technik wird allgemein mit den besten Resultaten bezüglich Funktion und Ästhetik verbunden. Für Behandlungssuchende sind für die Entscheidungsfindung häufig die erreichbaren Dimensionen interessant.

Methodik: Die Penoidbildungen erfolgten im Chang-Design mit Modifikation durch ein ventralseitig aufgebrachtes Hauttransplantat bei n=203 trans Männern. Ermittelt wurden die Ausgangsbedingungen am Unterarm (Umfänge des Unterarms. die Hautfaltendicke am Unterarm, BMI und Lappenmaße) sowie die resultierenden geometrischen Penoidparameter (Länge, Unfang, Durchmesser).

Ergebnisse: Im o.g. Kollektiv betrug der mittlere BMI 28 (18–45) kg/m2. Am Penoid wurden die mittleren Längenmaße ermittelt hinsichtlich getreckter Länge mit 15,5(13,5–19,5)cm, bzw. hängend 15,5(13,0–17,5)cm. Der Penoidumfang 5 cm über der Basis betrug m=11 (8–15)cm. Am Spender-Unterarm betrug der mittlere Umfang 12 cm proximal des Handgelenks gemessen 22,9(18,5–29)cm. Die Fläche des resultierenden Hebedefekts betrug m=139(109–175) Quadratzentimeter.

Schlussfolgerung: Die Radialislappen-Penoidbildung in o.g. Design ermöglicht eine vergleichsweise natürliche Penoidbildung hinsichtlich der Dimension. Die Penoiddimension korreliert dabei gut mit der präpoerativ gemessenen Lappendicke, wird aber durch die Gewebeelastizität beeinflusst.