52. Tagung der Bayerischen Urologenvereinigung und der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie
52. Tagung der Bayerischen Urologenvereinigung und der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie
Ergebnisse der Penoidkonstruktion mittels neurovaskulärer Radialislappenplastik
Text
Einleitung: Die Penoidbildung mit Radialislappenplastik mit simultaner Harnröhrenkonstruktion durch Tube-within-a-tube-Technik wird allgemein mit den besten Resultaten bezüglich Funktion und Ästhetik verbunden. Für Behandlungssuchende sind für die Entscheidungsfindung häufig die erreichbaren Dimensionen interessant.
Methodik: Die Penoidbildungen erfolgten im Chang-Design mit Modifikation durch ein ventralseitig aufgebrachtes Hauttransplantat bei n=203 trans Männern. Ermittelt wurden die Ausgangsbedingungen am Unterarm (Umfänge des Unterarms. die Hautfaltendicke am Unterarm, BMI und Lappenmaße) sowie die resultierenden geometrischen Penoidparameter (Länge, Unfang, Durchmesser).
Ergebnisse: Im o.g. Kollektiv betrug der mittlere BMI 28 (18–45) kg/m2. Am Penoid wurden die mittleren Längenmaße ermittelt hinsichtlich getreckter Länge mit 15,5(13,5–19,5)cm, bzw. hängend 15,5(13,0–17,5)cm. Der Penoidumfang 5 cm über der Basis betrug m=11 (8–15)cm. Am Spender-Unterarm betrug der mittlere Umfang 12 cm proximal des Handgelenks gemessen 22,9(18,5–29)cm. Die Fläche des resultierenden Hebedefekts betrug m=139(109–175) Quadratzentimeter.
Schlussfolgerung: Die Radialislappen-Penoidbildung in o.g. Design ermöglicht eine vergleichsweise natürliche Penoidbildung hinsichtlich der Dimension. Die Penoiddimension korreliert dabei gut mit der präpoerativ gemessenen Lappendicke, wird aber durch die Gewebeelastizität beeinflusst.



