Logo

52. Tagung der Bayerischen Urologenvereinigung und der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie


06.-08.05.2026
Würzburg

Meeting Abstract

Die ARANOTE-Phase-3-Studie zu Darolutamid plus Androgendeprivationstherapie (ADT) bei Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom (mHSPC): Wirksamkeit und Sicherheit nach Krankheitsvolumen

Peter J. Goebell - University Hospital Erlangen, Department of Urology, Erlangen, Deutschland
Fred Saad - Centre Hospitalier de l’Université de Montréal, University of Montreal, Montreal, Kanada
Neal Shore - Carolina Urologic Research Center and AUC Urology Specialists, Myrtle Beach, USA
Egils Vjaters - P. Stradiňs Clinical University Hospital, Riga, Lettland
David Olmos - Hospital Universitario 12 de Octubre, Instituto de Investigación Sanitaria Hospital 12 de Octubre (Imas 12), Madrid, Spanien
Natasha Littleton - Bayer Ltd, Dublin, Irland
Anna Liu - Bayer Inc., Mississauga, Kanada
Isabella Testa - Bayer S.p.A., Milan, Italien
Mindy Mo - Bayer Healthcare, Whippany, USA
Shankar Srinivasan - Bayer Healthcare, Whippany, USA
Kunhi Parambath Haresh - All India Institute of Medical Sciences, New Delhi, Indien

Text

Einleitung: Darolutamid (DARO) plus ADT reduzierte in der ARANOTE-Studie das Risiko für radiologisches Fortschreiten oder Tod im Vergleich zu Placebo (PBO) plus ADT bei Patienten mit mHSPC um 46% (HR 0,54; 95%-KI: 0,41–0,71; P<0,0001). Die Häufigkeit therapiebedingter Nebenwirkungen (TEAEs) war niedrig und zwischen den Gruppen ähnlich, wobei weniger Patienten die Studienmedikation aufgrund von TEAEs in der DARO- vs. PBO-Gruppe abbrachen (6,1% vs. 9,0%). Hier berichten wir über Wirksamkeit und Sicherheit nach Krankheitsvolumen in beiden Studienarmen.

Methodik: Patienten mit mHSPC wurden im Verhältnis 2:1 randomisiert, um DARO 600 mg zweimal täglich + ADT oder PBO + ADT zu erhalten. Hochvolumige (HV) Erkrankung wurde definiert durch das Vorliegen viszeraler Metastasen und/oder ≥4 Knochenläsionen mit ≥1 außerhalb der Wirbelkörper und des Beckens (CHAARTED-Kriterien). Primärer Endpunkt war das radiologische progressionsfreie Überleben (rPFS). Sekundäre Endpunkte umfassten die Zeit bis zur metastasierten kastrationsresistenten Prostatakrebs-Erkrankung (mCRPC), die Zeit bis zur PSA-Progression und die Sicherheit.

Ergebnisse: Von den 669 Patienten im vollständigen Analysesatz hatten 472 (71%) HV-Erkrankung und 197 (29%) LV-Erkrankung (niedriges Volumen). DARO + ADT verbesserte das rPFS gegenüber PBO + ADT in beiden Subgruppen (HV und LV). Bei den sekundären Endpunkten verzögerte DARO die Zeit bis zur CRPC und die Zeit bis zur PSA-Progression, und ein höherer Anteil erreichte PSA <0,2 ng/mL mit DARO vs. PBO in beiden Subgruppen. Die Häufigkeit von TEAEs war niedrig und zwischen den Behandlungsgruppen über alle Subgruppen hinweg ähnlich.

Schlussfolgerung: Die Wirksamkeitsergebnisse mit DARO + ADT bei Patienten mit mHSPC waren gegenüber PBO + ADT unabhängig vom Krankheitsvolumen verbessert. DARO + ADT wurde in beiden Volumengruppen gut vertragen, konsistent mit der Gesamtpopulation. Patienten mit LV-mHSPC zeigten eine ausgeprägte Behandlungseffektivität bei minimaler Therapiebelastung.