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66. Jahrestagung der Südwestdeutschen Gesellschaft für Urologie e. V.

Südwestdeutsche Gesellschaft für Urologie e. V.
10.-13.06.2026
Koblenz

Meeting Abstract

Resektion eines Leiomyoms der Harnblase mittels Holmium-Laser – ein Case Report

Amke Jebens - Klinik für Urologie Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, Medizincampus Trier der Universitätsmedizin Mainz, Abteilung für Urologie und Kinderurologie, Trier, Deutschland
A. Neisius - Klinik für Urologie Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, Medizincampus Trier der Universitätsmedizin Mainz, Abteilung für Urologie und Kinderurologie, Trier, Deutschland
F. Leboutte - Klinik für Urologie Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, Medizincampus Trier der Universitätsmedizin Mainz, Abteilung für Urologie und Kinderurologie, Trier, Deutschland

Text

Einleitung: Die operative Therapie benigner Raumforderungen der Harnblase umfasst neben offenen, laparoskopischen und robotisch assistierten Verfahren auch die transurethrale Resektion. In den letzten Jahren hat sich der Einsatz von Lasertechnologien als alternative Methodik bei der transurethralen Resektion von Blasentumoren etabliert, mit Berichten über gute Hämostase und Sicherheit auch bei größeren Läsionen.

Methode: Erhebung von Fragebögen (IPSS, ICIQ) im Rahmen des Case Reports; Präsentation als Videovortrag geplant

Ergebnisse: Fallbeschreibung: Wir berichten über eine 53-jährige Patientin mit progredienten unteren Harntraktsymptomen (IPSS 18, ICIQ 9), bei der sich sonographisch sowie bildmorphologisch (CT, MRT) eine bis zu 5 cm große Raumforderung der Harnblase zeigte. Intraoperativ bestätigte sich zystoskopisch ein großer, submukös gelegener Tumor der linken Blasenwand in unmittelbarer Nähe des linken Ureterostiums. Nach passagerer ostialer Sicherung mittels DJ-Katheter konnte die vollständige En-bloc-Resektion komplikationslos mittels Holmium:YAG-Laser (2 J, 30 Hz) erfolgen. Nach frustranem Versuch den Tumor zu Morcellieren erfolgte die Tumorbergung mithilfe der bipolaren Resektionsschlinge.

Ergebnisse: Postoperativ zeigte sich ein unkomplizierter Verlauf mit einem transienten, geringgradigem Harnstau links. In der dreimonatigen Verlaufskontrolle war die Patientin nahezu beschwerdefrei (IPSS 3, ICIQ 0), sonographisch bestand kein Hinweis auf ein Rezidiv.

Schlussfolgerung: Der vorliegende Fall zeigt, dass die transurethrale En-bloc-Resektion eines vesikalen Leiomyoms mittels Holmium:YAG-Laser eine sichere und minimalinvasive Behandlungsoption sein kann, selbst bei größeren Tumoren in unmittelbarer Ostiennähe.