Deutscher Rheumatologiekongress 2026
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Untersuchung der mittel- und langfristigen Ergebnisse nach tibio-talo-calcanearer (TTC) und pantalarer Arthrodese
Text
Einleitung: Die tibio-talo-calcaneare Arthrodese zählt auch heute noch als Goldstandard der operativen Versorgung von Sprunggelenkarthrosen im Endstadium. Die pantalare Arthrodese wird häufig als Rettungseingriff angesehen. Sie dient vorrangig der Schmerzreduktion an der betroffenen Gliedmaße unter dem Kompromiss der Funktionseinschränkung durch die Fusion des oberen- und unteren Sprunggelenkes. Es haben sich verschiedene Operationstechniken entwickelt. Dabei ist auch bei erfahrenen Chirurgen die Gefahr des Auftretens von Komplikationen hoch.
Methoden: In dieser Studie wurden 72 Sprunggelenke nach Arthrodese mit verschiedenen Osteosysntheseverfahren, mit einem mittleren Follow up von 101,1 Monaten, in ihrem mittel- und langfristigen Outcome miteinander verglichen. Diese wurden im Zeitraum von 2003 bis 2018 operiert.
Ergebnisse: Zusammenfassend ergab sich, dass es im Patientenkollektiv keine signifikanten Unterschiede zwischen den einzelnen Ostheosyntheseverfahren gab. Unabhängig des gewählten Verfahrens konnte im Allgemeinen eine recht hohe Zufriedenheit durch die Arthrodese erzielt werden. Insgesamt 86,1% der Teilnehmer schätzen ihre aktuell bestehende Situation besser ein als vor der Operation. Die Rate an erfolgreichen knöchernen Konsolidierungen lag bei 91,7%. In der Auswertung der erhobenen Scores zeigte sich, dass die Ergebnisse mit anderen Studien vergleichbar sind.
Schlussfolgerung: Dabei wurden in den einzelnen Scores unterschiedliche Einflussfaktoren wie Adipositas und das Geschlecht als signifikante beeinflussende Variable festgestellt. Es zeigte sich auch, dass die Anzahl an Nebenerkrankungen einen deutlichen Effekt auf die Komplikationsrate hatte. Erwartungsgemäß stand die Anzahl an Revisionen in Zusammenhang mit der Anzahl an Komplikationen. Außerdem zeigte sich, dass Patienten mit chronischer Polyarthritis eine höhere Rate an Folgeeingriffen hatten. Eine erhebliche Beeinflussung durch chronische Erkrankungen, wie Diabetes mellitus und der chronischen Polyarthritis, gab es in dem untersuchten Kollektiv auf die Scores nicht.
Offenlegungserklärung: keine



