Deutscher Rheumatologiekongress 2026
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Januskinase-Inhibition mit Tofacitinib oder Baricitinib bei juveniler idiopathischer Arthritis: Ergebnisse aus dem BiKeR-Register unter Alltagsbedingungen
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Einleitung: Tofacitinib und Baricitinib sind Januskinase-Inhibitoren (JAKi), zugelassen für die polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis (pJIA) und die juvenile Psoriasisarthritis; Baricitinib zusätzlich für die enthesitisassoziierte Arthritis. Da Langzeitdaten weiterhin begrenzt sind, erfasst das BiKeR-Register fortlaufend Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit unter Alltagsbedingungen.
Methoden: Eingeschlossen wurden 2- bis 18-jährige JIA-Patienten. Die Krankheitsaktivität wurde bei Therapiestart mit Tofacitinib oder Baricitinib und nach 3, 6, 12 und 24 Monaten unter Therapie beurteilt. Die Sicherheit wurde anhand der Meldungen unerwünschter Ereignisse (AE) analysiert, insbesondere medizinisch bedeutsame Infektionen, Herpes zoster, opportunistischer Infektionen, Thrombosen und Therapieabbrüche. Für die Sicherheitsbewertung galt ein 90-Tage-Risikofenster nach Therapieende.
Ergebnisse: Ausgewertet wurden 120 Patienten mit 142,9 Patientenjahren unter Tofacitinib und 36 Patienten mit 51,5 Patientenjahren unter Baricitinib. In der Tofacitinib.Kohorte wurden 94,2% mit Methotrexat, 83,3% mit mindestens einem biologischen DMARD vorbehandelt. Hier sank der mittlere JADAS10 von 11,3 auf 5,4, 4,3, 3,8 und 1,9; der CHAQ-DI verbesserte sich von 0,6 auf 0,4, 0,3, 0,2 und 0,3. Ärztliche Gesamtbeurteilung und Zahl aktiver Gelenke gingen ebenfalls deutlich zurück. PedACR90 wurde bei 20,0%, 39,3%, 39,6% und 47,4% erreicht; eine ACR-definierte Remission bei 32,9%, 28,4%, 47,2% und 50,0%. In der Baricitinib-Kohorte waren 86,1% mit Methotrexat und 75,0% mit biologischen DMARDs vorbehandelt. Hier sank der mittlere JADAS10 von 13,9 auf 6,9, 4,5, 5,1 und 0,4; der CHAQ-DI von 0,6 auf 0,3, 0,2, 0,2 und 0,4. Auch hier verbesserten sich ärztliche Gesamtbeurteilung und Zahl aktiver Gelenke. PedACR90 lag bei 18,8%, 22,2%, 38,5% und 42,9%, die ACR-definierte Remission bei 22,2%, 47,6%, 42,9% und 100%.
Es wurden 146 AE unter Tofacitinib (4 ernsthaft; 102,2/100 Patientenjahre) und 46 AE unter Baricitinib (1 ernsthaft; 89,4/100 Patientenjahre) erfasst. Die Therapie wurde bei 39,2% bzw. 36,1% beendet, meist wegen unzureichender Wirksamkeit bzw. auf Patientenwunsch. Schwere oder opportunistische Infektionen, Herpes-zoster-Reaktivierungen und Thrombosen traten in keiner Kohorte auf.
Schlussfolgerung: Beide JAKi zeigten trotz vielfacher Vortherapien klinisch relevante Verbesserungen ohne neue Sicherheitssignale. Aufgrund der kleinen Fallzahl ist eine weitere Rekrutierung wünschenswert.
Tabelle 1 [Tab. 1]




