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71. Kongress der Nordrhein-Westfälischen Gesellschaft für Urologie

Nordrhein-Westfälische Gesellschaft für Urologie e. V.
16.-17.04.2026
Essen

Meeting Abstract

Klinische Erfahrungen und funktionelles Outcome der benignen obstruktiven Prostatahyperplasie mit der REZUM®-Wasserdampfablation

Maxim Tsyganov - St. Barbara-Hospital Gladbeck, KERN, Urologie und Kinderurologie, Gladbeck, Deutschland
Daniel Wasiri - St. Barbara-Hospital Gladbeck, KERN, Urologie und Kinderurologie, Gladbeck, Deutschland
Mirko Maek - St. Barbara-Hospital Gladbeck, KERN, Urologie und Kinderurologie, Gladbeck, Deutschland
Bernhard Planz - St. Barbara-Hospital Gladbeck, KERN, Urologie und Kinderurologie, Gladbeck, Deutschland

Text

Einleitung: Die REZUM®-Therapie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Behandlung der benignen Prostatahyperplasie (BPH). In dieser Studie wurden die perioperativen Ergebnisse und die Sicherheit der Methode in unserem Patientenkollektiv evaluiert.

Methode: Retrospektiv wurden die Daten von 72 Patienten analysiert, die sich zwischen 2024 und 2025 einer REZUM®-Therapie unterzogen. Ausgewertet wurden demografische Daten, Operationsindikationen, Komplikationen und die funktionelle Verbesserung, basierend auf dem Internationalen Prostatasymptome-Score (IPSS), dem International Consultation on Incontinence Questionnaire (ICIQ) und Patientenbefragungen.

Ergebnis: In dem Kollektiv wurde bei 72 Patienten mit einem Altersmedian von 69 Jahren eine neu diagnostizierte BPS behandelt. Die Behandlung war in der überwiegenden Mehrheit der Fälle (98,6%) transfusionsfrei. Eine Reintervention innerhalb von 6 Monaten war bei keinem Patienten erforderlich. Bei 21 Patienten mit dokumentiertem IPSS-Verlauf zeigte sich eine deutliche klinische Verbesserung. Postoperativ wurde bei einem Teil der Patienten eine transiente Inkontinenz beobachtet. Eine Verschlechterung der Potenz wurde nicht beobachtet.

Schlussfolgerung: Unsere Analyse bestätigt an einem Kollektiv von 72 Patienten, dass die REZUM®-Therapie ein schonendes, sicheres und effektives minimalinvasives Verfahren zur Behandlung der BPH darstellt. Die Methode ist mit einer sehr niedrigen Rate an Komplikationen und Reinterventionen verbunden und führt zu einer signifikanten Verbesserung der obstruktiven Miktionssymptomatik.