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71. Kongress der Nordrhein-Westfälischen Gesellschaft für Urologie

Nordrhein-Westfälische Gesellschaft für Urologie e. V.
16.-17.04.2026
Essen

Meeting Abstract

Nicht-transsektierende anastomotische Urethroplastik bei kurzen bulbären Harnröhrenstrikturen – eine prospektive Analyse

Bobirjon Ergashev - Andijan staatliche medizinische Hochschule, Andijan, Usbekistan
Tursunboy Mahammadjonov - Andijan staatliche medizinische Hochschule, Andijan, Usbekistan

Text

Einleitung: Die konventionelle anastomotische Urethroplastik bei bulbären Harnröhrenstrikturen mit kompletter Durchtrennung des Corpus spongiosum ist mit potenziellen Risiken wie erektiler Dysfunktion assoziiert.

Methode: In einer prospektiven Studie über 5 Jahre wurden 17 Patienten mit kurzen bulbären Harnröhrenstrikturen (<2,0 cm Länge) nicht-traumatischer Genese mittels nicht-transsektierender anastomotischer Urethroplastik behandelt. Die Nachbeobachtungszeit betrug durchschnittlich 12 Monate. Die Auswertung umfasste prä- und postoperative uroflowmetrische Parameter sowie die Evaluation der erektilen Funktion mittels IIEF-EF-Domain-Fragebogen (International Index of Erectile Function).

Ergebnisse: Die Erfolgsrate bezüglich Strikturrezidiv lag bei 95%. Postoperative Komplikationen traten bei 5% der Patienten auf. Der maximale Harnfluss (Qmax) verbesserte sich signifikant von 5 ml/s präoperativ auf 28 ml/s postoperativ (p<0,001). Die IIEF-EF-Werte zeigten keine signifikante Verschlechterung der erektilen Funktion postoperativ.

Schlussfolgerung: Die nicht-transsektierende anastomotische Urethroplastik zeigt bei selektionierten Patienten mit kurzen (<2,0 cm) nicht-traumatischen bulbären Harnröhrenstrikturen exzellente funktionelle Ergebnisse mit einer Erfolgsrate von 95% bei Erhalt der erektilen Funktion. Die signifikante Verbesserung des Harnflusses von 5 ml/s auf 28 ml/s unterstreicht die Effektivität des Verfahrens als sichere und schonende Alternative zur konventionellen Technik.