71. Kongress der Nordrhein-Westfälischen Gesellschaft für Urologie
71. Kongress der Nordrhein-Westfälischen Gesellschaft für Urologie
Konkordanz der Prostatakarzinomausdehnung zwischen MRT, PSMA-PET/CT und Histopathologie
Text
Einleitung: Differenzen der präoperativen Bildgebung und der tatsächlichen Tumorausdehnung stellen eine Herausforderung in der Therapieplanung des lokalisierten Prostatakarzinoms (PCa) dar. Diese Studie untersucht inwiefern die Tumorausdehnung zwischen MRT, PSMA-PET/CT und Prostatektomiepräparat divergiert.
Methoden: Im Rahmen der prospektiven DEPROMP Studie wurde die Tumorausdehnung aus präoperativer MRT und PSMA-PET/CT sowie dem finalen histologischen Prostatektomiepräparat bei 97 Männer verglichen. Es wurden 4 Tumorausdehnung-Subgruppen definiert: <1 cm², 1–2 cm², 2–3,5 cm², >3,5 cm². Die Konkordanz-Analyse umfasste eine Bland-Altman-Analyse und den Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Test.
Ergebnisse: Unabhängig von der eingesetzten Bildgebungsmodalität zeigten sich signifikante Abweichungen zwischen den präoperativ ermittelten und den histopathologisch bestätigten Tumorausdehnung-Werten (p < 0,001 für PSMA-PET/CT und MRT). Während die PSMA-PET/CT die Tumorausdehnung systematisch überschätzte, zeigte die MRT eine Tendenz zur Unterschätzung. Die Übereinstimmung zwischen Bildgebung und Histopathologie war signifikant abhängig von der Tumorgröße (p < 0,001): PSMA-PET/CT überschätzte die Tumorausdehnung konsistent über alle Subgruppen hinweg, wohingegen die MRT mit zunehmender Läsionsgröße eine verstärkte Unterschätzung aufwies.
Schlussfolgerung: Die Diskrepanz zwischen präoperativer Bildgebung und tatsächlicher Tumorausdehnung sollte in der Therapieplanung des lokalisierten PCa berücksichtigt werden. Die aktuellen DEPROMP Daten unterstreichen die Bedeutung der PSMA-PET/CT für eine präzisere Lokaltherapieplanung.



