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71. Kongress der Nordrhein-Westfälischen Gesellschaft für Urologie

Nordrhein-Westfälische Gesellschaft für Urologie e. V.
16.-17.04.2026
Essen

Meeting Abstract

Konkordanz der Prostatakarzinomausdehnung zwischen MRT, PSMA-PET/CT und Histopathologie

Clarissa J. Schmidt - Universitätsklinikum Bonn, Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie, Bonn, Deutschland
Marit Bernhardt - Universitätsklinikum Bonn, Institut für Pathologie, Bonn, Deutschland
Glen Kristiansen - Universitätsklinikum Bonn, Institut für Pathologie, Bonn, Deutschland
Florian C. Gärtner - Universitätsklinikum Bonn, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Bonn, Deutschland
Barbara Kreppel - Universitätsklinikum Bonn, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Bonn, Deutschland
Markus Essler - Universitätsklinikum Bonn, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Bonn, Deutschland
Julian A. Luetkens - Universitätsklinikum Bonn, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Bonn, Deutschland
Ulrike Attenberger - Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Wien, Österreich
Michael Anspach - Johanniter-Krankenhaus Bonn-Gronau, Klinik für Urologie, Bonn, Deutschland
Carsten-Henning Ohlmann - Johanniter-Krankenhaus Bonn-Gronau, Klinik für Urologie, Bonn, Deutschland
Stefan Hauser - Universitätsklinikum Bonn, Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie, Bonn, Deutschland
Jörg Ellinger - GFO Kliniken Troisdorf, Klinik für Urologie, Troisdorf, Deutschland
Manuel Ritter - Universitätsklinikum Bonn, Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie, Bonn, Deutschland
Philipp Krausewitz - Universitätsklinikum Bonn, Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie, Bonn, Deutschland

Text

Einleitung: Differenzen der präoperativen Bildgebung und der tatsächlichen Tumorausdehnung stellen eine Herausforderung in der Therapieplanung des lokalisierten Prostatakarzinoms (PCa) dar. Diese Studie untersucht inwiefern die Tumorausdehnung zwischen MRT, PSMA-PET/CT und Prostatektomiepräparat divergiert.

Methoden: Im Rahmen der prospektiven DEPROMP Studie wurde die Tumorausdehnung aus präoperativer MRT und PSMA-PET/CT sowie dem finalen histologischen Prostatektomiepräparat bei 97 Männer verglichen. Es wurden 4 Tumorausdehnung-Subgruppen definiert: <1 cm², 1–2 cm², 2–3,5 cm², >3,5 cm². Die Konkordanz-Analyse umfasste eine Bland-Altman-Analyse und den Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Test.

Ergebnisse: Unabhängig von der eingesetzten Bildgebungsmodalität zeigten sich signifikante Abweichungen zwischen den präoperativ ermittelten und den histopathologisch bestätigten Tumorausdehnung-Werten (p < 0,001 für PSMA-PET/CT und MRT). Während die PSMA-PET/CT die Tumorausdehnung systematisch überschätzte, zeigte die MRT eine Tendenz zur Unterschätzung. Die Übereinstimmung zwischen Bildgebung und Histopathologie war signifikant abhängig von der Tumorgröße (p < 0,001): PSMA-PET/CT überschätzte die Tumorausdehnung konsistent über alle Subgruppen hinweg, wohingegen die MRT mit zunehmender Läsionsgröße eine verstärkte Unterschätzung aufwies.

Schlussfolgerung: Die Diskrepanz zwischen präoperativer Bildgebung und tatsächlicher Tumorausdehnung sollte in der Therapieplanung des lokalisierten PCa berücksichtigt werden. Die aktuellen DEPROMP Daten unterstreichen die Bedeutung der PSMA-PET/CT für eine präzisere Lokaltherapieplanung.