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71. Kongress der Nordrhein-Westfälischen Gesellschaft für Urologie

Nordrhein-Westfälische Gesellschaft für Urologie e. V.
16.-17.04.2026
Essen

Meeting Abstract

Ergebnisse der Prostatakrebs-Früherkennung in der Praxis – eine Single Center Auswertung über 10 Jahre

Vanessa Gundlach - Urologie Rhein.Berg, Standort Medilev, Leverkusen, Deutschland
Julia Kowalke - Urologie Rhein.Berg, Standort Medilev, Leverkusen, Deutschland
Andreas Kohnen - Urologie Rhein.Berg, Standort Medilev, Leverkusen, Deutschland
Andrea Katharina Porres - Urologie Rhein.Berg, Standort Medilev, Leverkusen, Deutschland
Michael Stephan-Odenthal - Urologie Rhein.Berg, Standort Medilev, Leverkusen, Deutschland

Text

Einleitung: Mit der Veröffentlichung der S3-Leitlinie Prostatakarzinom in 2025 soll perspektivisch die Prostatakrebs-Früherkennung (KFE) neu definiert werden. Grundlage der Leitlinie sind die Ergebnisse der Pro-Base-Studie. In unserer Auswertung sollen die bisherigen Ergebnisse der aktuell gültigen KFE dargestellt werden.

Methode: Mit unserem Praxisverwaltungssystem (PVS) Tomedo® führen wir seit 2005 eine volldigitalisierte Patientendokumentation. Die Auswertung der KFE bezieht sich auf den Zeitraum von 01.01.2015 – 31.12.2024. in diesem Zeitraum erfasst wurden Gesamt-KFE-Fälle, Gesamt KFE-Patienten, Anzahl der positiven Digital-Rektalen Untersuchungsbefunde (DER), Anzahl der im Rahmen der KFE durchgeführten PSA-Bestimmungen und Anzahl der PCa-Diagnosen im Rahmen der KFE.

Ergebnisse: Im Zeitraum wurden 23.300 KFE Untersuchungen bei 8.825 Patienten durchgeführt. Die Compliance der Inanspruchnahme lag bei 1 – 8 Untersuchungen in 10 Jahren. Das Durchschnittsalter lag bei 69,4 Jahren. Die kleinste Altergruppe war zw. 45 und 50 Jahre alt, die größe Altersgruppe zw. 65–70 Jahre alt. Durch die positive DRE wurde bei 38 Patienten (0,4%), durch einen auffälligen PSA > 4 ng/ml bei 642 Patienten (7,3%) ein PCa entdeckt.

Schlussfolgerung: Die derzeitige oppurtunistische Inanspruchnahme einer KFE zeigt ein anderes Alterskollektiv als die Pro-Base-Studie. Wie in der Pro-Base-Studie werden deutlich mehr PCa-Diagnosen über den PSA-Wert als über die DRE detektiert. Weitere Auswertungen zu Signifikanz und Therapie der detektierten Tumore stehen aus.