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Jahrestagung Kinderurologie 2026


16.-17.01.2026
Mainz

Meeting Abstract

Vesikoskopische Operationen – experimentelle Chirugie oder zukünftiger Standard?

Christian Kruppa - Uniklinikum, Dresden, Deutschland
Alexandra Wilke - Uniklinikum, Dresden, Deutschland
Carola Hörz - Uniklinikum, Dresden, Deutschland
Tina Hörz - Uniklinikum, Dresden, Deutschland
Monica Pleul - Uniklinikum, Dresden, Deutschland
Guido Fitze - Uniklinikum, Dresden, Deutschland
Katrin Schuchardt - Uniklinikum, Dresden, Deutschland

Text

Einführung: Vesikoskopische Operationen zielen auf eine Verbesserung des Patientenkomforts und der Kosmetik durch die Minimierung der Invasivität der Operation vom OP-Zugang bis zur eigentlichen urologischen Korrektur. Der ungewohnte Zugangsweg und die Begrenztheit des OP-Raums stellen jedoch besondere Anforderungen. Wir wollen die unsere Erfahrungen, die sich mit vesikoskopischen Operationen in unserem Klinikalltag ergaben, vorstellen.

Methode: Seit 2012 wurden in unserer Kinik über 200 vesikoskopische Eingriffe durchgeführt. Die OP-Indikationen umfassten neben der klassischen Indikation des VUR unter anderem auch auch Ureterneuimplantationen bei primär obstruktivem Megaureter, Ureterozelenfensterungen sowie Resektionen von Blasendivertikeln und gutartigen Tumoren.

Ergebnisse: Der vesikoskopischen Operationen erwiesen sich als sicher und altersunabhängig durchführbar. Die urologischen Ergebnisse entsprechen hinsichtlich OP-Erfolgen und Komplikationen denen der bei den offenen Pendants bekannten Werte bei etwas längerer OP-Zeit. Komfort und Kosmetik für die Patienten war bei minimalem Schmerzmittelbedarf, rascher Moblisierung und minimalen Narben vorteilhaft.

Schlussfolgerung: Vesikoskopische Operationen sind in einem weiten Indikationsgebiet sicher und erfolgreich anwendbar. Sie können in der kinderurologischen Methodenwahl eine wertvolle Bereicherung bieten.