Jahrestagung Kinderurologie 2026
Jahrestagung Kinderurologie 2026
Vesikoskopische Operationen – experimentelle Chirugie oder zukünftiger Standard?
Text
Einführung: Vesikoskopische Operationen zielen auf eine Verbesserung des Patientenkomforts und der Kosmetik durch die Minimierung der Invasivität der Operation vom OP-Zugang bis zur eigentlichen urologischen Korrektur. Der ungewohnte Zugangsweg und die Begrenztheit des OP-Raums stellen jedoch besondere Anforderungen. Wir wollen die unsere Erfahrungen, die sich mit vesikoskopischen Operationen in unserem Klinikalltag ergaben, vorstellen.
Methode: Seit 2012 wurden in unserer Kinik über 200 vesikoskopische Eingriffe durchgeführt. Die OP-Indikationen umfassten neben der klassischen Indikation des VUR unter anderem auch auch Ureterneuimplantationen bei primär obstruktivem Megaureter, Ureterozelenfensterungen sowie Resektionen von Blasendivertikeln und gutartigen Tumoren.
Ergebnisse: Der vesikoskopischen Operationen erwiesen sich als sicher und altersunabhängig durchführbar. Die urologischen Ergebnisse entsprechen hinsichtlich OP-Erfolgen und Komplikationen denen der bei den offenen Pendants bekannten Werte bei etwas längerer OP-Zeit. Komfort und Kosmetik für die Patienten war bei minimalem Schmerzmittelbedarf, rascher Moblisierung und minimalen Narben vorteilhaft.
Schlussfolgerung: Vesikoskopische Operationen sind in einem weiten Indikationsgebiet sicher und erfolgreich anwendbar. Sie können in der kinderurologischen Methodenwahl eine wertvolle Bereicherung bieten.



