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Jahrestagung Kinderurologie 2026


16.-17.01.2026
Mainz

Meeting Abstract

Versenkter JJ-Stent nach roboterassistierter Nierenbeckenplastik (RALAP)

Alexander Springer - Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich
Martin Metzelder - Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich

Text

Einleitung: Die roboterassistierte laparoskopische Pyeloplastik (RALAP) gilt als etablierte, minimal-invasive Therapie der Ureterabgangsstenose. Der intraoperative Einsatz eines JJ-Stents erleichtert die Harnableitung und Anastomosenheilung. Komplikationen wie ein „versenkter“ bzw. dislozierter Stent sind selten, können jedoch relevante Morbidität verursachen.

Fallbericht: Wir berichten über einen 15-jährigen Patienten mit Ureterabgangsstenose links, bei dem eine RALAP mit JJ-Stenteinlage durchgeführt worden war. Am zweiten postoperativen Tag wurde bei Schmerzen ein Röntgenübersichtsbild des Abdomens durchgeführt, in dem sich ein im Ureter versenkter JJ-Stent zeigte. Bei der daraufhin durchgeführten Ureteroskopie war der distale Ureter so verschwollen, dass der JJ-Stent nicht geborgen werden konnte. Stattdessen wurde problemlos ein zweiter JJ-Stent eingelegt. Nach vier Wochen konnten beide JJ-Stents geborgen werden. Dem Patienten geht es gut.

Diskussion: Die Versenkung eines JJ-Stents nach RALAP ist eine seltene, aber klinisch relevante Komplikation. Mögliche Ursachen umfassen Stentlänge oder das fehlendes Gefühl beim Vorschieben (Assistent:in am Tisch oder Operateur:in in der Konsole). Endourologische Techniken erlauben eine minimalinvasive Entfernung.