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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
 
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Meeting Abstract

Arbeitsbezogene Prävention und Gesundheitsversorgung von Betreuungskräften aus dem Ausland im Privathaushalt – ein Workshop

Melanie Schubert - Technische Universität Dresden, Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin, Medizinische Fakultät, Dresden, Deutschland
Charlotte Pietzsch - Technische Universität Dresden, Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin, Medizinische Fakultät, Dresden, Deutschland
Astrid Alexandra Klein - Technische Universität Dresden, Bereich Allgemeinmedizin, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Dresden, Deutschland
Henna Riemenschneider - Technische Universität Dresden, Bereich Allgemeinmedizin, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Dresden, Deutschland
Jan Anastassis Skuras - Hausarztpraxis Dr. med. Jan Anastassis Skuras, Deutschland
Maria Girbig - Technische Universität Dresden, Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin, Medizinische Fakultät, Dresden, Deutschland
Daniel Kämpf - Technische Universität Dresden, Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin, Medizinische Fakultät, Dresden, Deutschland
Agnieszka Sykut - Technische Universität Dresden, Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin, Medizinische Fakultät, Dresden, Deutschland
Amelie Schirmer - Charité – Universitätsmedizin Berlin, corporate member of Freie Universität Berlin and Humboldt Universität zu Berlin, Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft, Berlin, Deutschland
Charlyn Görres - Universität Leipzig, Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP), Medizinische Fakultät, Leipzig, Deutschland
Franziska Welzel - Universität Leipzig, Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP), Medizinische Fakultät, Leipzig, Deutschland
Steffi Gerlinde Riedel-Heller - Universität Leipzig, Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP), Medizinische Fakultät, Leipzig, Deutschland
Liane Alexandra Schenk - Charité – Universitätsmedizin Berlin, corporate member of Freie Universität Berlin and Humboldt Universität zu Berlin, Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft, Berlin, Deutschland
Margrit Löbner - Universität Leipzig, Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP), Medizinische Fakultät, Leipzig, Deutschland
Andreas Seidler - Technische Universität Dresden, Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin, Medizinische Fakultät, Dresden, Deutschland

Text

Hintergrund: Deutschland steht vor einer gesellschaftlichen Herausforderung: Die Zahl pflegebedürftiger Menschen steigt kontinuierlich, während die traditionellen Versorgungsstrukturen zunehmend unter Druck geraten. Betreuungskräfte aus dem Ausland, die in Privathaushalten arbeiten und leben (sogenannte Live-Ins), gewinnen daher an Bedeutung [1]. Sie übernehmen zentrale Aufgaben in Pflege und Betreuung; gleichzeitig sind ihre Arbeitsbedingungen durch hohe Belastungen sowie unzureichenden sozialen und rechtlichen Schutz geprägt [2], [3].

Im Rahmen eines Forschungsprojekts wurden Ideen zur praxisnahen Informationsvermittlung an Live-in-Beschäftigte, Pflegehaushalte und Hausärzt:innen entwickelt; diese sollen für gesundheitsrelevante Aspekte von Live-in-Care sensibilisieren sowie Handlungsmöglichkeiten im Arbeitsalltag aufzeigen.

Näheres zum Projekt unter: https://tud.link/1ra2qr

Zielsetzung/Fragestellung: Ziel des Workshops ist die ko-kreative Finalisierung der Informationsmaterialien. Zudem werden deren Einsatzmöglichkeiten in der Praxis diskutiert und weitere Ansätze zur Prävention und Versorgung von Live-ins in der hausärztlichen Versorgung erarbeitet.

Diskussionspunkt: Im Fokus steht, wie die medizinische Versorgung, Prävention und Arbeitsbedingungen der Betreuungskräfte konkret verbessert und die Materialien effektiv genutzt werden können.

Zielgruppe: Hausärzt:innen, Betriebsärzt:innen, Wissenschaftler:innen in der Versorgungsforschung, Vertretungen der Politik und der gesetzlichen Sozialversicherung

Didaktische Methode/n: Ein Impulsvortrag führt in zentrale Ergebnisse der Studie ein. Anschließend werden partizipative Methoden eingesetzt (Design Thinking), um gemeinsam praxisnahe Lösungen zu erarbeiten.

Take Home Message für die Praxis: Gute Arbeitsbedingungen sowie eine verlässliche medizinische Versorgung für Live-in-Betreuer:innen sind zentrale Voraussetzungen für eine nachhaltige Arbeitskultur und eine stabile häusliche Pflege. Praxisnahe Ansätze zur Verbesserung der Prävention an der Schnittstelle zwischen Arbeits- und Allgemeinmedizin sind dabei besonders wichtig.

Kurzvorstellung des/r Workshop-leitenden Person/en: Die Workshopleitung erfolgt durch das Institut und die Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin der TU Dresden (Prof. Dr. A. Seidler; Dr. M. Schubert; Dr. M. Girbig; C. Pietzsch) in Kooperation mit dem Bereich Allgemeinmedizin (Dr. H. Riemenschneider; A. A. Klein), gemeinsam mit dem praktizierenden Hausarzt Dr. med. J. A. Skuras sowie Vertreter:innen des Instituts für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health der Universität Leipzig und des Instituts für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft der Charité Berlin.

Geschätzte Anzahl Teilnehmern/innen: 15–20

Interessenkonflikt: Keine


References

[1] Becker P, Komitowski D. Tragende Säule bröckelnder Versorgungssicherheit ohne regulären Untergrund. Situation und zukünftige Entwicklung in der ambulanten Pflege und die Perspektive von Betreuerinnen aus der 24-Stunden-Betreuung (Live-Ins) auf die Pflegesituation vor Ort. Working Paper 10/2022, Berlin: Fachstelle Einwanderung Minor - Projektkontor für Bildung und Forschung gGmbH; 2022
[2] Ho KHM, Wilson IM, Wong JY, McKenna L, Reisenhofer S, Efendi F, Smith GD. Overlooked by nurses: A scoping review on health stressors, problems and coping of migrant domestic workers. Nurs Open. 2023 Mar;10(3):1166-1179. DOI: 10.1002/nop2.1391
[3] Rösler U, Nguyen D, Skwarek A, Wegge J, Melzer M. Arbeit in der häuslichen Betreuung IV: Dringender Handlungsbedarf. In: baua: Fakten. Dresden: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin; 2024.