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Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Strategien gegen Einsamkeit in verschiedenen Lebensphasen – Welche Rolle spielt das Versorgungssystem?
Text
Hintergrund: Einsamkeit wird als ein belastender emotionaler Zustand beschrieben, der durch die Diskrepanz zwischen den gewünschten und den tatsächlichen sozialen Beziehungen einer Person entsteht. Einsamkeit ist in verschiedenen Altersgruppen und Lebensphasen präsent und betrifft nicht ausschließlich ältere Menschen. Allerdings steigt das Risiko im höheren Alter von Einsamkeit betroffen zu sein.
Doch auch Kinder und Jugendliche sind aufgrund zahlreicher physischer, psychischer und sozialer Veränderungen besonders vulnerabel für Einsamkeit. Studien zeigen eine zunehmende Verbreitung im Jugendalter, die bereits vor der COVID-19-Pandemie beobachtet wurde und u.a. mit veränderten sozialen Interaktionsmustern sowie steigendem Medienkonsum in Verbindung gebracht wird. Im Zuge der Pandemie hat das Thema zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Einblicke in die Verteilung von Einsamkeit bei Kindern und Jugendlichen werden anhand der HBSC-Studie für Deutschland sowie ausgewählte Bundesländer (Sachsen-Anhalt und Brandenburg) gegeben.
Daher sind Maßnahmen und Initiativen, die die Prävention und Reduktion von Einsamkeit adressieren, erforderlich. Hierzu zählt u.a. das Projekt „Entwicklung von Maßnahmen gegen Einsamkeit im Alter“ (gefördert vom Sozialministerium Schleswig-Holstein), welches neben der Erhebung des Ist-Zustandes konkrete Handlungsempfehlungen für die zukünftige Gestaltung von Maßnahmen ableitet. Allgemein haben sich insbesondere psychologische Maßnahmen sowie die Förderung sozialer Interaktionen und Unterstützung als wirksam gegen Einsamkeit erwiesen. Für Kinder und Jugendliche sind darüber hinaus Interventionen zur Stärkung sozialer und emotionaler Kompetenzen sowie die Förderung aktiver Freizeitgestaltung relevant. Die Schule stellt hierbei als zentrale Sozialisationsinstanz einen geeigneten Ort dar, um Einsamkeit frühzeitig zu erkennen und präventiv entgegenzuwirken, um langfristige gesundheitliche und soziale Folgen zu reduzieren.
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Zielsetzung/Fragestellung: Das Ziel des Workshops soll sein herauszuarbeiten, welche Rolle das Versorgungssystem über verschiedene Lebensphasen hinweg in Bezug auf Einsamkeit spielen kann.
Diskussionspunkt: Auf Basis verschiedener potentieller Maßnahmen um Einsamkeit entgegenzuwirken, soll zudem deren Rolle in verschiedenen Versorgungskontexten diskutiert werden.
Zielgruppe: Ärzt:innen, Medizinsoziolog:innen, Gesundheitswissenschaftler:innen
Didaktische Methode/n: World-Cafe Methode
Take Home Message für die Praxis: Aus der Diskussion können konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.
Geschätzte Anzahl Teilnehmern/innen: 20
Kurzvorstellung des/r Workshop-leitenden Person/en: Katja Götz und Mirjam Körner sind Sprecherin der AG Versorgungsforschung der DGMS.
Kristina Winter ist Sprecherin der AG Kinder- und Jugendgesundheit der DGMS.
Raphael Schütz ist aus dem aus dem HBSC-Studienverbund.
Interessenkonflikte: Keine



