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Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
„Alternative Fakten“: ein Fall für die Ethik?
Text
Inhalt: Den Ausdruck „alternative Fakten“ verwendete eine US-amerikanische Beraterin während eines Interviews, um Falschaussagen des Pressesprechers des Weißen Hauses bei der ersten Amtseinführung von Donald Trump zu rechtfertigen. Unter Verweis auf den „Versuch, Falschbehauptungen als legitimes Mittel der öffentlichen Auseinandersetzung salonfähig zu machen“ wurde der Ausdruck 2017 zum Unwort des Jahres gekürt. Auch im Hinblick auf das Gesundheitswesen werden wir zuweilen Zeuge des Versuchs, wissenschaftliches Arbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse zu negieren und durch pseudowissenschaftliche Aussagen zu ersetzen.
Der Thementisch soll einen offenen Austausch zu Erleben und Umgang mit Wissenschaftsfeindlichkeit in Forschung, medizinischer Praxis und Public Health ermöglichen. Zugleich wird in diesem Kontext nach der Bedeutung von Alltagsethik und unseren professionellen Rollen gefragt. Hierbei können sowohl die interpersonale Ebene als auch unser Verhältnis zu wissenschaftsbezogenen Institutionen eine Rolle spielen.
Den Ausgangspunkt der Diskussion bilden Beispiele, die die Moderatorinnen aus ihrem beruflichen und privaten Alltag einbringen. Wie reagiere ich, wenn in einer Praxis Prospekte mit pseudowissenschaftlichen Verfahren ausliegen? Oder wenn in der Fußgängerzone massiv Werbung für Verschwörungserzählungen gemacht wird? Wir reagiere ich auf Emails, in denen ich gebeten werde, pseudowissenschaftliche Erkenntnisse in meiner Arbeit zu berücksichtigen? Diese und weitere Fragen werden um Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erweitert, wobei der Fokus auf geeigneten Formen des Umgangs mit Situationen von Wissenschaftsfeindlichkeit liegen soll. Ziel des Thementisches ist ein niedrigschwelliger Austausch über geeignete Haltungen und kommunikative Strategien, die wir angesichts von wissenschaftsfeindlichen Äußerungen adaptieren können. Eine Take-Home-Message wird am Thementisch entwickelt. Dazu notiert eine Moderatorin Kernpunkte der Diskussion, ordnet sie und präsentiert einen Textvorschlag, der in den letzten fünf Minuten konsentiert wird.
Interessenkonflikte: Die Autorinnen erklären, dass keine Interessenkonflikte bestehen.



