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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Leitlinienbasierte Perspektiven auf den medikamentösen Schwangerschaftsabbruch in der Hausarztpraxis

Kristina Hänel - Hausarztpraxis, Deutschland
Margit Kollmer - Hausarztpraxis, Deutschland

Text

Hintergrund: In Deutschland werden jährlich rund 100.000 Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt, während die Zahl der anbietenden Ärzt:innen kontinuierlich sinkt. Die Versorgung ist regional teilweise deutlich eingeschränkt. Obwohl der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch als sicher und effektiv gilt, ist sein Anteil im internationalen Vergleich gering. Da er keine speziellen räumlichen oder apparativen Voraussetzungen erfordert, ist er auch in der hausärztlichen Praxis durchführbar. Die aktuellen Leitlinien der DGGG sowie die Praxisempfehlung der DEGAM liefern hierfür klare, evidenzbasierte Handlungsempfehlungen und unterstreichen das Potenzial der Hausarztpraxis zur Verbesserung der Versorgungslage.

Zielsetzung/Fragestellung: Wie kann der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch als Teil der hausärztlichen Versorgung etabliert werden, um den Zugang in Deutschland nachhaltig zu verbessern?

Diskussionspunkt: Trotz klarer Evidenz und Leitlinienempfehlungen wird der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch in der hausärztlichen Versorgung bislang kaum umgesetzt.

Zielgruppe: Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung, Studierende der Humanmedizin, Public Health, Prävention und Gesundheitsförderung, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Gesundheitsfachberufen (z. B. Pflegewissenschaft, Ergotherapie, Physiotherapie, Hebammenwissenschaft) und methodischen Fächern

Didaktische Methode/n: interaktiver Workshop mit leitlinienbasierter Diskussion

Take Home Message für die Praxis: Nicht die Methode ist das Problem – sondern die Rahmenbedingungen.

Kurzvorstellung des/r Workshop-leitenden Person/en:

Kristina Hänel – Hausarztpraxis Gießen, Hessen, Deutschland

Fachärztin für Allgemeinmedizin, langjährige Tätigkeit in der Durchführung von operativen und medikamentösen Schwangerschaftsabbrüchen, bekannt geworden durch die Verurteilung nach §219a StGB mit der Folge der Aufhebung des Strafrechtsparagrafen

Margit Kollmer – Hausarztpraxis, Velden, Bayern, Deutschland

Fachärztin für Allgemeinmedizin, niedergelassen in ländlicher Einzelpraxis in Bayern, führt seit 2023 medikamentöse Schwangerschaftsabbrüche durch

Geschätzte Anzahl Teilnehmern/innen: 60–80

Interessenkonflikte:

Kristina Hänel: keine

Margit Kollmer: keine