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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Kongresse partizipativ gestalten – was braucht es dafür?

Julia Lühnen - Charité, Institut für Klinische Pflegewissenschaft, Deutschland
Stella Calo - Universitätsklinikum Düsseldorf, AG Komplexe Interventionen, Düsseldorf, Deutschland
Tanja Krones - Universitätsspital Zürich, Zürich, Deutschland
Susanne Heim - Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland
Susanne Kersten - Private Universität Witten/Herdecke, Witten, Deutschland
Kristine Kersting - Private Universität Witten/Herdecke, Witten, Deutschland
Sabine Weißbach - Ruhr-Universität Bochum, Abteilung für Allgemeinmedizin, Bochum, Deutschland
Anke Steckelberg - Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, IGHPW, Deutschland

Text

Hintergrund: „Patients Included™ hat bereits in 2015 die Patients Included charters für Konferenzen gestartet, um Partizipation zu befördern. Ein strukturiertes Co-Design Vorgehen kann die Patientenbeteiligung zu einer echten Kooperation weiterentwickeln.

Zielsetzung/Fragestellung: Partizipative Erarbeitung einer Checkliste für Bürger:innentage auf Kongressen der medizinischen Fachgesellschaften. Was braucht es, um Kongresse erfolgreich partizipativ zu planen und durchzuführen? Wie kann der Prozess und das Ergebnis evaluiert werden?

Diskussionspunkt:

  • Wie können Bürger:innen bzw. Patient:innen zur Beteiligung an Forschung auch auf operationaler und strategischer Ebene begeistert werden und die Vernetzung mit Forschenden gefördert werden?.
  • Was braucht es, um Projektideen, die von Forschenden eingebracht werden mit dem Ziel, sie partizipativ weiterzuentwickeln, auch partizipativ zu realisieren.

Zielgruppe: Der Workshop richtet sich an volljährige, gesundheitsinteressierte Bürger:innen, chronisch Erkrankte sowie pflegende Angehörige. Um möglichst unterschiedliche Perspektiven auf Gesundheit und Versorgung zu erhalten, werden keine besonderen Erwartungen im Hinblick auf Geschlecht, Bildungsstand, Berufstätigkeit oder Migrationshintergrund an die Zielgruppe gestellt. Somit werden die unterschiedlichen Versorgungslagen und Bedürfnisse, Erfahrungshorizonte und kulturellen Zugänge zu Gesundheit bestmöglich abgedeckt. Zudem können interessierte Wissenschaftler:innen sowie weitere Professionen wie z.B. Angehörige der Gesundheitsfachberufe teilnehmen.

Didaktische Methode/n: Der partizipative Workshop umfasst u.a. das kreative Ideation-Format der „Was-wäre-wenn?“-Methode, die dazu auffordert, Grenzen zu überschreiten, indem eine Reihe offener „Was wäre, wenn…?“ Fragen gestellt werden. Dadurch werden Annahmen hinterfragt, Neugier geweckt und zahlreiche unvorhergesehene Möglichkeiten erforscht, um so Lösungen entwickeln zu können.

Take Home Message für die Praxis: Als Ergebnis des Workshops werden zentrale Kriterien, praktische Anforderungen und mögliche Herausforderungen für die partizipative Gestaltung von Bürger:innentagen auf medizinischen Fachkongressen identifiziert und strukturiert. Diese Ergebnisse können als Grundlage für die anschließende Entwicklung einer praxisorientierten Checkliste gemeinsam mit Bürger:innen und Fachgesellschaften dienen.

Kurzvorstellung des/r Workshop-leitenden Person/en: Stella Calo, Anke Steckelberg, Tanja Krones und Julia Lühnen sind Mitglieder der Projektgruppe „patient and public involvement“ im EbM Netzwerk. Christine Kersting, Susanne Kersten und Sabine Weißbach verantworten gemeinsam den Arbeitskreis Partizipation der Initiative Deutscher Forschungspraxennetze DEGAM-ForNet; Susanne Heim ist wiss. Mitarbeiterin in der Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Göttingen

Geschätzte Anzahl Teilnehmern/innen: max. 25

Interessenkonflikte: Die Veranstalterinnen gehören teilweise der AG Bürger:innenbeteiligung des EbM Netzwerks und/oder der AG Bürger:innentag zur Vorbereitung des gemeinsamen Kongresses an.