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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Das Core Outcome Set für operativ behandelte Acetabulumfrakturen: Systematic Review und Delphi-Studie

Denise Schulz - Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Düsseldorf, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Düsseldorf, Deutschland; TraumaEvidence @ Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie, Deutschland
Catharina Gäth - Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz, Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Wiederherstellungs- und Handchirurgie, Verbrennungsmedizin, Koblenz, Deutschland
Andreas Höch - Universitätsklinikum Leipzig, Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie, Leipzig, Deutschland
Steven Herath - BG Unfallklinik Tübingen, Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie an der Eberhard Karls Universität, Tübingen, Deutschland
Christopher Spering - Universitätsmedizin Göttingen, Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Plastische Chirurgie, Göttingen, Deutschland
Adrian Deichsel - Universitätsklinikum Münster, Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Münster, Deutschland
Martin Jordan - Universitätsmedizin Greifswald, Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rehabilitative Medizin, Greifswald, Deutschland
Dan Bieler - Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz, Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Wiederherstellungs- und Handchirurgie, Verbrennungsmedizin, Koblenz, Deutschland
Joachim Windolf - Uniklinik RWTH Aachen, Aachen, Deutschland
Erik Schiffner - Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Düsseldorf, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Düsseldorf, Deutschland
Anne Neubert - Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Düsseldorf, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Düsseldorf, Deutschland; TraumaEvidence @ Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie, Deutschland

Text

Hintergrund: Studien, die die Wirksamkeit von operativen Interventionen bei Acetabulumfrakturen (AF) untersuchen, messen und berichten verschiedene Endpunkte. Um diese Heterogenität zu reduzieren und damit Evidenzsynthesen zu ermöglichen, werden Core Outcome Sets (COS) entwickelt. COS legen das Minimum an zu messenden Endpunkten in Studien zu definierten Themen fest.

Zielsetzung/Fragestellung: Diese Studie verfolgte das Ziel, ein COS für operativ behandelte AF zu entwickeln.

Material & Methoden: Mittels Systematic Review wurden die berichteten Endpunkte in Studien zu operativ behandelten AF bei Erwachsenen (≥ 16 Jahre) identifiziert und deren Berichterstattung mittels modifizierten Outcome Reporting Bias Tool (ORBIT) bewertet.

Expert:innen zur Behandlung von Patient:innen mit operativ behandelten AF bewerteten anonym auf einer 9-Punkte Likert-Skala die Relevanz der identifizierten Endpunkte mithilfe drei Runden einer Delphi-Umfrage und einer anschließenden Online-Konsenssitzung.

Ein positives Votum der Ethikkommission der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf liegt vor. Registrierung: PROSPERO (CRD42022357644); COMET (3284)

Ergebnisse: In den Systematic Review wurden 193 Studien mit kumulativ 2.581 berichteten Endpunkten eingeschlossen. Nach Gruppierung wurden 266 unterschiedliche Endpunkte identifiziert. 21% der 1.678 mittels ORBIT bewerteten Endpunkte wurden vollständig berichtet (z.B. laufende Studien nicht bewertet).

Für die Delphi-Studie wurden 23 Expert:innen aus fünf unterschiedlichen Fachrichtungen rekrutiert. Die Rücklaufquote der Delphi-Umfrage Runden betrug 70–87%. Hier wurden insgesamt 34 Endpunkte als relevant bewertet. 13 Expert:innen nahmen an der Konsenssitzung teil, in welcher sechs Endpunkte in das COS inkludiert wurden: Mortalität, Reoperation/Revision, iatrogene neurovaskuläre Verletzungen, Schmerz, Arthrose und Repositionsqualität.

Diskussion: Studien zu operativ behandelten AF berichten eine hohe Anzahl unterschiedlicher Endpunkte, die oft unvollständig berichtet werden. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurde das COS mit der Fachgesellschaft entwickelt.

Take Home Message für die Praxis: Das entwickelte COS für operativ behandelte AF sollte in zukünftigen Studien verwendet werden, um die Vergleichbarkeit und Zusammenfassung von Studienresultaten zu fördern und letztlich generalisierbare Resultate für die klinische Praxis zu schaffen.

Interessenkonflikte: Keine