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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Schulbasierte Ansätze zur Förderung psychischer Gesundheit: Ergebnisse eines systematischen Reviews

Natalie Schöllner - Leibniz-Institut für Resilienzforschung, Deutschland
Jutta Stoffers-Winterling - Leibniz-Institut für Resilienzforschung, Deutschland; Universitätsmedizin Mainz, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Mainz, Deutschland
Tabea Schulze-Hagenest - IPN – Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik, Deutschland
Lisa Benckwitz - IPN – Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik, Deutschland
Katharina Asbury - IPN – Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik, Deutschland
Uta Klusmann - IPN – Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik, Deutschland; Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin, Deutschland
Olaf Köller - IPN – Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik, Deutschland
Sarah K. Schäfer - Leibniz-Institut für Resilienzforschung, Deutschland; RPTU Kaiserslautern-Landau, Landau, Deutschland
Klaus Lieb - Leibniz-Institut für Resilienzforschung, Deutschland; Universitätsmedizin Mainz, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Mainz, Deutschland

Text

Hintergrund: Die COVID-19-Pandemie hat das schulische Lernumfeld tiefgreifend verändert. Wiederholte Schulschließungen, Unterrichtsausfälle sowie die Umstellung auf digitale Lehrformate stellten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte vor erhebliche Herausforderungen. Diese Veränderungen gingen für viele Schülerinnen und Schüler mit einer erhöhten Stressbelastung einher und könnten das Risiko für die Entwicklung psychischer Beeinträchtigungen erhöht haben.

Zielsetzung/Fragestellung: Welche Effekte haben psychosoziale Interventionen zur Förderung der psychischen Gesundheit bei Schülerinnen und Schülern?

Material & Methoden: Im Rahmen einer systematischen Übersichtsarbeit nach Standards der Cochrane Collaboration untersucht dieses Projekt mittels Netzwerk-Metaanalyse die relativen Effekte psychosozialer Interventionen auf verschiedene Dimensionen der psychischen Gesundheit. Die Studienqualität sowie das Risiko systematischer Verzerrungen werden mithilfe etablierter Bewertungsinstrumente systematisch beurteilt, um die Aussagekraft der Befunde zu sichern. Darüber hinaus werden potenzielle Moderatoreneffekte auf Teilnehmenden-, Interventions- und Schulebene analysiert und Subgruppenanalysen durchgeführt.

Ergebnisse: Über 700 relevante kontrollierte Studien aus 70 Ländern zu primären, sekundären und tertiären Bildungseinrichtungen wurden identifiziert, die psychosoziale Interventionen zur Förderung der mentalen Gesundheit von Schülerinnen und Schülern aller Klassenstufen untersuchen. Der vorliegende Beitrag fokussiert auf Sekundarschulen und präsentiert metaanalytisch integrierte Befunde zu zentralen Endpunkten.

Diskussion: Schulbasierte universelle psychosoziale Interventionen können dazu beitragen, langfristige negative Entwicklungen im Alltag von Schülerinnen und Schülern abzufedern. Angesichts gesamtgesellschaftlicher Herausforderungen ist es zentral zu verstehen, welche Unterstützungsangebote wirksam sind und welche Faktoren ihre Wirkung beeinflussen. Aus Perspektive politischer Entscheidungsträger:innen stellt die Verfügbarkeit solcher Interventionen einen wichtigen Baustein der Krisenprävention dar.

Take Home Message für die Praxis: Schulbasierte psychosoziale Programme können frühzeitig die Resilienz von Schülerinnen und Schülern gegenüber Alltagsbelastungen stärken.

Interessenkonflikte: Keine