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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

MAiBest – Analyse der Nutzung von Patientenportalen im Zeitverlauf

Nina Goldberg - Universität zu Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät & Medizinische Fakultät und Uniklinik Köln, Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft, Lehrstuhl für Versorgungsforschung in der Rehabilitation, Köln, Deutschland
Florian Wurster - Universität zu Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät & Medizinische Fakultät und Uniklinik Köln, Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft, Lehrstuhl für Versorgungsforschung in der Rehabilitation, Köln, Deutschland
Christin Herrmann - Universität zu Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät & Medizinische Fakultät und Uniklinik Köln, Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft, Lehrstuhl für Versorgungsforschung in der Rehabilitation, Köln, Deutschland
Volker Hautsch - Universitätsklinikum Köln, Stabsabteilung Klinikangelegenheiten/Digitale Klinische Systeme, Köln, Deutschland
Merle Simoneit - Universitätsklinikum Köln, Stabsabteilung Klinikangelegenheiten/Digitale Klinische Systeme, Köln, Deutschland
Klara Hefter - Universitätsklinikum Köln, Stabsabteilung Klinikangelegenheiten/Digitale Klinische Systeme, Köln, Deutschland
Ute Karbach - Universität zu Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät & Medizinische Fakultät und Uniklinik Köln, Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft, Lehrstuhl für Versorgungsforschung in der Rehabilitation, Köln, Deutschland

Text

Hintergrund: Im Zuge des Krankenhauszukunftsgesetzes sind deutsche Krankenhäuser verpflichtet, Patientenportale einzuführen. Diese ermöglichen einen digitalen Austausch zwischen Leistungserbringenden und Patient:innen vor, während und nach der stationären Versorgung. Auf Grundlage der Diffusionstheorie nach Rogers ist davon auszugehen, dass zeitliche Aspekte eine zentrale Rolle für die patientenseitige Annahme solcher Innovationen spielen [1].

Zielsetzung/Fragestellung: Ziel ist es, Determinanten der Nutzung von Patientenportalen aus Sicht von Patientinnen und Patienten zu identifizieren und deren zeitliche Entwicklung zu untersuchen.

Material & Methoden: Es handelt sich um eine Längsschnittstudie mit drei Erhebungszeitpunkten (prä-, post-, post) in drei Fachkliniken einer Universitätsklinik. Zu jedem Zeitpunkt werden stationäre und ambulante Patient:innen mittels standardisiertem Fragebogen befragt. Mithilfe von Regressionsanalysen werden Zusammenhänge zwischen der Nutzung des Patientenportals sowie Digitalkompetenz, Technikakzeptanz und verschiedenen soziodemografischen und sozioökonomischen Faktoren analysiert.

Ergebnisse: In der Prä-Erhebung wurden N=702 Patient:innen eingeschlossen (Durchschnittsalter: 53 Jahre; 52% weiblich). Die mittlere Digitalkompetenz beträgt 4,53 (SD = 1,23; Skala 1–6), die Technikakzeptanz liegt bei 3,19 (SD = 1,04; Skala 1–5). Aufgrund von Verzögerungen bei der Implementierung des Patientenportals verschob sich die erste Post-Erhebung auf das Frühjahr 2026. Zum Kongress werden erste Ergebnisse zum Vergleich von Prä- und Post-Implementierungsdaten präsentiert.

Diskussion: Veränderungen in den Nutzungsdeterminanten über die Zeit könnten die Annahmen der Diffusionstheorie stützen. Bleiben bestimmte Einflussfaktoren stabil, ermöglicht dies die gezielte Identifikation von Patient:innengruppen mit Unterstützungsbedarf. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten darüber hinaus auf die Einführung weiterer digitaler Anwendungen im Gesundheitswesen übertragen werden.

Take Home Message für die Praxis: Wird nach dem Auswerten der ersten Post-Befragung und folgend zum Zeitpunkt des Kongresses benannt.

Interessenkonflikte: Keine


References

[1] Rogers EM, Singhal A, Quinlan MM. Diffusion of innovations. In: Stacks DW, Salwen MB, editors. An integrated approach to communication theory and research. Hoboken: Routledge; 2014. 432-448.