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30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
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Prostatakrebsscreening und Effekte auf Mortalität und Diagnoseraten: aktualisierter Cochrane-Review
Text
Hintergrund: Das Screening auf Prostatakrebs bleibt kontrovers. Eine frühere Cochrane-Übersicht (2013) zeigte keinen signifikanten Effekt auf die Mortalität. Neue randomisierte Studien und längere Nachbeobachtungszeiten machen eine Aktualisierung erforderlich.
Zielsetzung/Fragestellung: Untersuchung der Effekte eines Prostatakrebsscreenings im Vergleich zu keinem Screening bei Männern ohne vorherige Diagnose.
Material & Methoden: Systematische Übersichtsarbeit unter Anwendung standardisierter Cochrane-Methoden (Studienauswahl, Datenextraktion, Bias-Bewertung, Metaanalyse, GRADE). Systematische Suche in mehreren Datenbanken bis zum 19. November 2025 ohne Sprachrestriktionen.
Ergebnisse: Sechs randomisierte kontrollierte Studien mit 789.086 Teilnehmenden wurden eingeschlossen, darunter die zentralen Studien: European Randomized Study of Screening for Prostate Cancer (ERSPC), Prostate, Lung, Colorectal and Ovarian Cancer Screening Trial (PLCO) und Cluster Randomized Trial of PSA Testing for Prostate Cancer (CAP) Trial. Die Evidenz umfasst Langzeitnachbeobachtungen bis zu 23 Jahren, insbesondere aus der ERSPC-Studie.
Tabelle 1. Zusammenfassung der Ergebnisse – PSA-Screening vs. kein Screening
Diskussion: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass PSA-basiertes Screening die krankheitsspezifische Mortalität wahrscheinlich reduziert, wobei die Evidenz maßgeblich auf Langzeitdaten beruht. Gleichzeitig führt das Screening zu einer erhöhten Diagnoserate und potenzieller Überdiagnose. Die Bewertung des Netto-Nutzens hängt wesentlich von klinischen Schwellenwerten und individuellen Präferenzen ab.
Take Home Message für die Praxis: Das PSA-Screening kann die prostatakrebsspezifische Mortalität senken, geht jedoch mit einer erhöhten Diagnoserate einher. Die Entscheidung für oder gegen ein Screening, sollte im Rahmen einer informierten und partizipativen Entscheidungsfindung (shared decision making) getroffen werden.
Interessenkonflikte: Keine



