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- Neue Ansätze der Verknüpfung von ambulanter, hausärztlicher Versorgung mit Angeboten der Gesundheitsförderung und Prävention auf kommunaler Ebene: ein Scoping Review
Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Neue Ansätze der Verknüpfung von ambulanter, hausärztlicher Versorgung mit Angeboten der Gesundheitsförderung und Prävention auf kommunaler Ebene: ein Scoping Review
Text
Hintergrund: Die regionale Verknüpfung hausärztlicher Primärversorgung mit Gesundheitsförderung und Prävention ist zentral in der Bewältigung zukünftiger Versorgungsherausforderungen. Sie wird in Deutschland zwar zunehmend modellhaft umgesetzt, jedoch bislang weder systematisch erfasst noch durch einheitliche konzeptionelle und rechtliche Rahmenbedingungen gestützt.
Zielsetzung/Fragestellung: Zur Schließung dieser Forschungslücke führen wir ein Scoping-Review durch, um Modelle in Deutschland zu identifizieren, die Primärversorgung auf regionaler Ebene mit Gesundheitsförderung oder Primärprävention verknüpfen. Die Ansätze werden hinsichtlich ihrer Struktur, Organisation, Finanzierung, Zielsetzung sowie Zielgruppen gemappt und gruppiert.
Material & Methoden: Auf Grundlage der Leitlinien des Joanna Briggs Instituts (JBI) sowie der PRISMA-ScR-Richtlinie wurde eine systematische Übersicht erstellt. Berücksichtigt wurden peer-reviewte Quellen (Medline (PubMed), Bundesgesundheitsblatt, Prävention und Gesundheitsförderung, Public Health Forum, Das Gesundheitswesen) und nicht peer-reviewte Quellen (Innovationsausschuss-, PORT(Robert Bosch Stiftung)- und Gesundheitslots:innen(BMC)-Projekte, sowie Einträge der Praxisdatenbank des Kooperationsverbunds Gesundheitliche Chancengleichheit).
Ergebnisse: Von 2.466 Suchergebnissen wurden 110 Beiträge im Volltext gescreent; 38 wurden in die Datenextraktion eingeschlossen, darunter 12 peer-reviewte Veröffentlichungen, 7 Innovationsfond-, 8 PORT-, 6 Gesundheitslots:innen- und 5 Praxisdatenbank-Projekte. Die Auswertung ist noch nicht abgeschlossen, jedoch zeigt sich eine große Bandbreite von ärzt:innen-zentrierten Modellen (Ärztenetze, hausärztliche Präventionsberater:innen, präventive Hausbesuche, Primärversorgungs-/Gesundheitszentren) bis zu Modellen aus der Gesundheitsförderung und Prävention (Frühe Hilfen, Gesundheitskioske, Gesundheitskonferenzen und -regionen).
Diskussion: Die Ausgestaltung variiert regional erheblich. Die weitere Analyse zielt darauf ab, verbindende Elemente sowie strukturelle Unterschiede zu identifizieren.
Take Home Message für die Praxis: Trotz praktischer und gesetzlicher Hürden in der sektorenübergreifenden Versorgung, zeigt sich eine überraschende Vielzahl an Ansätzen sowie erste Evaluationen. Das Scoping-Review schafft eine Grundlage zur Skalierung bestehender Ansätze und zur Weiterentwicklung der Konzepte zur regionalen Verknüpfung von Primärversorgung mit Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention.
Interessenkonflikte: Keine.



