German Congress of Orthopaedics and Traumatology 2026 (DKOU 2026)
Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie 2026 (DKOU 2026)
Präklinische Evaluation einer akromialen Periostlappentechnik zur Augmentation bei ACG-Sprengungen
Text
Zielsetzung und Fragestellung: Ziel der Studie war es, die Darstellung und Präparation eines akromialen Periostlappens zu untersuchen und dessen Potenzial als lokale, autologe biologische Augmentation bei ACG-Sprengungen zu evaluieren sowie die biomechanischen Eigenschaften der Periostlappen zu analysieren.
Material und Methoden: Humane Schulterpräparate (n=10) wurden untersucht. Über einen direkten Zugang zum ACG wurde ein akromialer Periostlappen von drei Seiten des Akromions abpräpariert, wobei der klavikula-nahe Ansatz des Periostlappens belassen wurde. Der Lappen wurde über das ACG auf die Klavikula umgeschlagen und transossä̈r fixiert. Länge, Breite und klavikuläre Überlappung des Periostlappens wurden gemessen. Die Periostlappen wurden biomechanisch in einer uniaxialen Zugprüfmaschine (TH2730, Fa. Grip- Engineering, Nürnberg, Germany) getestet.
Ergebnisse: An allen Humanpräparaten war es möglich einen akromialen Periostlappen zu mobilisieren und über das ACG auf der Klavikula zu fixieren. Die Periostlappen zeigten eine durchschnittlihe Länge von 2,3 ± 0,5 cm, eine Breite von 1,75 ± 0,5 cm, sowie eine klavikuläre Überlappung von 1,29 ± 0,6 cm. Die biomechanische Testung der Periostlappen ergab eine mittlere Spannung bei 50% Dehnung (σ (50%)) von 0,59 ± 0,27 N/mm2, eine Maximalkraft (Fmax) von 21.1 ± 10.67 N, eine maximale Spannung (σmax) von 0,73 ± 0,3 N/mm2, eine Dehnung bei Maximalkraft (ε(Fmax)) von 0,91 ± 0,47%, sowie eine Dehnung beim Versagen (ε at failure) von 1,25 ± 0,47%.
Diskussion und Schlussfolgerung: Die Studie zeigte, dass ein akromialer Periostlappen mobilisiert, über das ACG geführt und an der Klavikula fixiert werden kann. Der Periostlappen bietet eine zusätzliche lokal verfügbare Augmentationsoption bei ACG-Sprengungen.



