German Congress of Orthopaedics and Traumatology 2026 (DKOU 2026)
Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie 2026 (DKOU 2026)
Genauigkeit von robotergestützter Navigation bei traumatischen Wirbelsäulen- und Beckenverletzungen
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Zielsetzung und Fragestellung: Ziel dieser Studie war die Evaluation der Genauigkeit von pedikulären und sakroiliakalen Schrauben bei Traumapatienten unter Verwendung des robotergestützten Navigationssystems ExcelsiusGPS (Globus Medical, Audubon, PA, USA). Durch den Vergleich präoperativ geplanter Schraubentrajektorien mit postoperativen CT-Rekonstruktionen ist die Präzision der robotischen Navigation bei instabilen Wirbelsäulen- und Beckenfrakturen beurteilt worden.
Material und Methoden: Insgesamt wurden 24 Patienten (21 spinale, 3 pelvine Instrumentierungen) retrospektiv eingeschlossen, die zwischen Oktober 2023 und Juni 2024 robotergestützt operiert wurden. Analysiert wurden 136 Schrauben (130 spinal, 6 pelvin). Die Abweichung zwischen geplanter und tatsächlicher Schraubenposition wurde anhand von fünf Parametern bestimmt: sagittale und transversale Abweichung am Schraubenkopf und an der Schraubenspitze sowie Abweichung der Eindringtiefe. Die Messungen erfolgten mittels multiplanarer CT-Rekonstruktion.
Ergebnisse: Für die spinalen Schrauben lagen die medianen Abweichungen bei 0,201 mm (sagittale Spitze), 0,410 mm (sagittaler Kopf), 1,29 mm (transversale Spitze), 0,36 mm (transversaler Kopf) und −0,863 mm (Eindringtiefe). Insgesamt lagen 92,9% aller Abweichungen unter 2 mm und 98,8% unter 5 mm. In der pelvinen Gruppe betrugen die mittleren Abweichungen 0,154 mm (sagittale Spitze), 0,096 mm (sagittaler Kopf), 0,599 mm (transversale Spitze), 0,362 mm (transversaler Kopf) und −1,3 mm (Eindringtiefe). Alle pelvinen Schrauben wichen weniger als 3 mm von der geplanten Trajektorie ab.
Diskussion und Schlussfolgerung: Die robotergestützte pedikuläre und sakroiliakale Schraubenplatzierung mit dem ExcelsiusGPS-System zeigte eine exzellente Übereinstimmung mit der präoperativen Planung. Die hohe dreidimensionale Genauigkeit unterstreicht die Zuverlässigkeit robotischer Navigation insbesondere bei anatomisch anspruchsvollen traumatologischen Eingriffen.



