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German Congress of Orthopaedics and Traumatology 2026 (DKOU 2026)

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU)
20.-23.10.2026
Berlin

Meeting Abstract

Regrediente Beschwerden und Abnahme der Metallionenkonzentration nach einzeitigem Wechsel von Metall- auf Carbonzylinder bei RH-Revisionsprothesen

Henry Pennig - Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Bonn, Bonn, Deutschland
Alberto Alfieri Zellner - Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Bonn, Bonn, Deutschland
Mari Babasiz - Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Bonn, Bonn, Deutschland
Robert Ossendorf - Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Bonn, Bonn, Deutschland
Andreas Strauss - Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Bonn, Bonn, Deutschland
Dieter Christian Wirtz - Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Bonn, Bonn, Deutschland
Max Jaenisch - Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Bonn, Bonn, Deutschland

Text

Zielsetzung und Fragestellung: Die schmerzhafte Knieprothese kann verschiedene Ursachen haben, bei Patienten mit einliegenden Revisionsknieendoprothese sind diese Beschwerden häufiger auftretend und in der Regel stärker ausgeprägt. Eine Ursache hierfür kann ein erhöhter Metallabrieb sein. Im klinischen Bild können sich hier Schmerzen, Schwellung sowie Bewegungseinschränkung zeigen, in der Blutuntersuchung fallen erhöhte Serumwerte von Nickel, Kobalt und Chrom auf. Ziel dieser retrospektiven Beobachtungsstudie war es zu untersuchen, wie sich die Beschwerden sowie die Metallionenkonzentrationen bei Patienten im Blut verändern, wenn im Rahmen eines einzeitigen aseptischen Wechsels ein Metal-on-Metal (MoM) Kopplungsschloss auf ein Carbon-on-Metal (CoM) Kopplungsschloss gewechselt wird.

Material und Methoden: Bei acht Patienten (sechs weiblich, zwei männlich) mit Rotating-Hinge (RH) Revisionsendoprothesen sowie entsprechender Klinik (Schmerzen, Schwellung, Berührungsempfindlichkeit, Bewegungseinschränkung) und erhöhten Konzentration von Nickel, Kobalt und Chrom im Serum wurden nach Infektausschluss einzeitige Wechsel der femoralen Komponente und damit Wechsel des MoM-Kopplungsschlosses auf ein CoM-Kopplungsschloss durchgeführt. Postoperativ erfolgte nach drei Monaten eine Kontrolle der klinischen Beschwerden sowie eine Bestimmung der Metallionenkonzentrationen.

Ergebnisse: Nach durchgeführter einzeitiger Wechseloperation zeigten die Patienten eine signifikante Besserung der klinischen Symptomatik sowie eine Verbesserung der Beweglichkeit und in der Laboruntersuchung eine Abnahme der Metallionenkonzentrationen in den Normbereich. Es traten keine peri- oder postoperativen Komplikationen auf.

Diskussion und Schlussfolgerung: Der Wechsel eines MoM-Kopplungsschlosses auf ein CoM-Kopplungsschloss kann bei sorgfältig gestellter Indikation eine Reduktion der Beschwerden und damit eine Verbesserung der Lebensqualität der Patienten erzielen. Es handelt sich hierbei jedoch um einen relativ aufwändigen Eingriff, da die gesamte femorale Komponente getauscht werden muss. Trotz des kleinen Kollektivs und der retrospektiven Beobachtung zeigt sich hier eine signifikante Verbesserung der Beschwerden und Abnahme der Metallionenkonzentration in den Normbereich.