66. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie
66. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie
Funktionelle Ergebnisse und Funktionsdiagnostik nach 360° Bandplastiken des SL-Gelenks mit und ohne Transfixation
Text
Fragestellung: Verletzungen des Ligamentum scapholunatum können zu einer Instabilität der Handwurzel und Arthrose des Handgelenks führen. Während akute Verletzungen von einer direkten Versorgung profitieren können, ist bei älteren Verletzungen möglicherweise eine stufenweise Behandlung erforderlich. In Fällen mit reduzierbarer SL-Dissoziation und intaktem karpalem Knorpel (Stadium III und IV nach Garcia Elias) kann eine Bandrekonstruktion einen weiteren Kollaps der Handwurzel verhindern. In der Literatur werden verschiedene Rekonstruktions- bzw. Stabilisationstechniken des SL-Gelenks beschrieben, ohne dass bisher der Nachweis für eine Überlegenheit einer der Techniken erbracht werden konnte. Die in den vergangenen Jahren populär gewordenen Bandplastiken mit gestieltem Sehnentransfer sind Gegenstand dieser Studie, die Ergebnisse nach einer 360° Technik mit und ohne Transfixation der Handwurzel darstellt. Neben funktionellen Differenzen im Outcome stellt sich die Frage nach Versagen der Technik im Sinne einer wieder auftretenden statischen Dissoziation in den beiden Gruppen.
Methodik: Es werden Follow-up-Daten von Patienten präsentiert, die eine 360° Rekonstruktion des SL-Bandes in der Technik einer minimal invasiven Kombination und Modifikation der von Henry offen (2012) und von Corella arthroskopisch (2013) beschriebenen Techniken erhielten. In Abhängigkeit vom präoperativen Zustand einer statischen (n > 30) oder dynamischen SL-Dissoziation (n > 20) erhielten die Fälle mit statischer Dissoziation eine temporäre Karpustransfixation mit K-Drähten während jene mit dynamischer Dissoziation nicht transfixiert wurden. Alle Patienten wurden einem vergleichbaren Nachbehandlungsschema zugeführt. Die Nachuntersuchungen fanden bei allen eingeschlossenen Patienten wenigstens 12 Monate nach Operation statt. Neben einer Auswertung des prä- und postoperativen Röntgenverlaufes werden Bewegungsumfang des Handgelenks sowie Handkraft im Seitenvergleich, Schmerz, DASH und PRHWE dargestellt.
Ergebnisse: Die Ergebnisse der Nachuntersuchungen liegen zum Ende der Einreichfrist des Abstracts noch nicht vor.



