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66. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie
08.-10.10.2026
Bremen

Meeting Abstract

Implantation der Daumensattelgelenksprothese bei rheumatisch bedingter Instabilität des 1. Strahls – ein Fallbeispiel

Maria Tsironis-Kresken - Handchirurgie, Fachklinik 360°, Ratingen, Deutschland
Pia Libutzki - Handchirurgie, Fachklinik 360°, Ratingen, Deutschland
Nina Schmitz - Handchirurgie, Fachklinik 360°, Ratingen, Deutschland
Sandra Vossen - Handchirurgie, Fachklinik 360°, Ratingen, Deutschland

Text

Fragestellung: Ist die Implantation einer Daumensattelgelenksprothese bei rheumatisch bedingter Instabilität des 1. Strahls indiziert? Kann die Implantation ein funktionell gutes Ergebnis bei Z-Deformität liefern?

Methodik: Es wurde ein Fallbeispiel ausgewählt mit schwerer Fehlstellung der rechten Hand und des Handgelenkes auf dem Boden einer rheumatoiden Arthritis. Eine Daumensattelgelenksprothese (Touch, Fa. Kerimedical) wurde bei Z-Deformität trapeziometacarpal implantiert. Klinische und radiologische Ergebnisse wurden sowohl prä- als auch postoperativ dokumentiert.Unter Sichtung des o.g. Fallbeispiels wurden die in unserer Klinik durchgeführten Fälle mit Implantation der Daumensattelgelenksprothese bei rheumatisch bedingter Fehlstellung in Anzahl und Ergebnis aufgearbeitet.

Ergebnisse: Ein 42-jähriger an rheumatoider Arthritis erkrankter Patient mit Fehlstellung beider Hände und Handgelenke unter antirheumatischer medikamentöser Therapie, wurde zunächst einer Stabilisierung des rechten Handgelenks zugeführt. Nach radioscapholunärer Fusion des rechten Handgelenkes und Resektion des Ellenköpfchens erfolgte bei Z-Deformität des Daumens die Stabilisierung des 1. Strahls. Bei proximaler Luxationsstellung des Metacarpale I wurde zur Arthroplastik des Daumensattelgelenks die Reposition und Implantation einer Daumensattelgelenksprothese trapeziomatacarpal durchgeführt. Aufgrund der multidirektionalen Instabiliät des Daumengrundgelenkes ist eine Arthrodese des Grundgelenks in Funktionsstellung in gleicher Sitzung ergänzt worden. Die operative Therapie konnte eine Stabilisierung des 1.Strahls mit wiederhergestellter Greiffunktion und Kraft zeigen. Darüberhinaus wurde ein sehr zufrieden stellendes ästhetisches Ergebnis erzielt. Auch weitere Fällen zeigen stabile und funktionell gute Ergebnisse.

Schlussfolgerung: Die Arthroplastik des Daumensattelgelenks mittels Implantation einer Daumensattelgelenksprothese kann auch bei rheumatisch bedingter Deformität die Stabilität und Funktion verbessern. Alle durchgeführten Operationen zeigen bisher gute Ergebnisse im Hinblick auf Beweglichkeit, Greiffunktion, Kraft und Ästhetik. Trotz der generell für die Endoprothetik zugeschriebenen besonderen Belastungssituation bei rheumatischer Erkrankungen, kann es zu einer deutlichen Funktionsverbesserung und Verbesserung der Lebensqualität der rheumatischen Patienten führen.