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66. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie
08.-10.10.2026
Bremen

Meeting Abstract

Handtherapie nach Amputation – was blockiert die Funktion? Vorstellung eines neuromechanisch-funktionellen Therapiekonzepts zur Wiederherstellung einer alltagstauglichen Handfunktion

Andrea Moser - UKH Klagenfurt, Klagenfurt, Österreich

Text

Fragestellung: Welche Faktoren blockieren die funktionelle Nutzung nach Amputation, sind es primär strukturelle Einschränkungen oder spielen neurokognitive und verhaltensbezogene Barrieren eine entscheidende Rolle?

Methodik: Ausgehend von dieser Fragestellung stellt die Autorin das von ihr benannte neuromechanisch-funktionelle Therapiekonzept vor, das auf der strukturierten Zusammenführung etablierter therapeutischer Ansätze basiert und durch eine zentrale Rolle edukativer und lernbasierter Prozesse geprägt ist. Ziel ist es, gezielt jene Faktoren zu adressieren, die die funktionelle Nutzung nach Amputation limitieren.

Drei evidenzbasierte Therapieansätze werden systematisch verbunden: neurokognitive und edukative Strategien (NEURO), manualtherapeutische Interventionen (MECHANISCH) sowie funktionelle Übungstherapie (FUNKTIONELL). Grundlage ist die Erkenntnis, dass weder strukturelle Anpassung noch isoliertes Üben allein ausreichen, um eine funktionelle Integration in den Alltag zu erreichen.

Funktion entsteht aus dem Zusammenspiel von Körper, zentraler Repräsentation und individueller Bewertung. Nach Amputation führen veränderte Körperrepräsentationen, Unsicherheit im Umgang mit der betroffenen Extremität, Bewegungsängste sowie eingeschränkte sensomotorische Rückmeldung dazu, dass vorhandene Fähigkeiten nicht ausgeschöpft werden und die Nutzung auf ein reduziertes Niveau beschränkt bleibt.

Zudem sind funktionelle Übungen häufig zu wenig fordernd – sowohl therapeutisch als auch seitens der Patient:innen. Die Belastung bleibt unter dem notwendigen Niveau für Anpassungsprozesse und Lernen. Ein Perspektivwechsel aus dem sportlichen Training kann helfen: Arbeiten bis zur Ermüdung, gezielte Wiederholungen und variantenreiche Übungen fördern Sicherheit, Kontrolle und Leistungsfähigkeit.

Ergebnisse: Entscheidend ist der Transfer: Der neuromechanisch-funktionelle Übungsansatz wird als Lernprozess in den Alltag übertragen. Erst durch die Integration in alltagsrelevante Handlungssituationen wird Funktion stabil und nachhaltig verfügbar.

Ein Fallbeispiel nach Amputation zeigt die klinische Anwendung sowie die Wirkung auf Funktion, Handlungssicherheit und Nutzung im Alltag.

Schlussfolgerung: Das Fallbeispiel zeigt, wie durch die Integration manueller, neurokognitiver und funktioneller Ansätze, ergänzt durch Lernmodelle, edukative Strategien und sportwissenschaftliche Trainingselemente sowie deren Transfer in den Alltag, ein eigenständiges Therapiekonzept entsteht.

Offenlegung der Nutzung Künstlicher Intelligenz: Der vorliegende Abstract wurde teilweise unter Verwendung von ChatGPT (OpenAI) sprachlich überarbeitet und strukturiert. Die inhaltliche Ausarbeitung und das dargestellte Therapiekonzept stammen vollständig von der Autorin.