66. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie
66. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie
Resektion eines metakarpalen Chondrosarkoms und Rekonstruktion des Daumenstrahls mittels Verbundosteosynthese – Fallbericht und Literaturübersicht
Text
Fragestellung: Chondrosarkome der Hand sind selten, stellen aber die häufigste bösartige Knochentumorentität der Hand dar. In der überwiegenden Mehrzahl entsprechen sie höhergradigen Läsionen, dennoch metastasieren sie im Gegensatz zu Chondrosarkomen anderer Lokalisation sehr selten. Da Chondrosarkome bis auf wenige Ausnahmen resistent gegenüber Strahlen- und Chemotherapie sind, stellt die chirurgische Behandlung die Therapie der Wahl dar.
Methodik: Wir berichten von einer 76-jährigen Patientin mit großvolumigem Chondrosarkom des ersten Mittelhandknochens. In einem zweizeitigen Vorgehen erfolgten die Resektion des Tumors und die Rekonstruktion des Daumenstrahls mittels Verbundosteosynthese nach gesicherter R0-Situation.
Abbildung 1 [Abb. 1] Abbildung 1: Konventionelle Röntgenaufnahme des Tumors im d.p. Strahlengang
Ergebnisse: In den Nachuntersuchungen zeigte sich ein zufriedenstellendes funktionelles Ergebnis. Die Patientin konnte alle wesentlichen Aktivitäten des täglichen Lebens selbstständig durchführen. In der bildgebenden Diagnostik fanden sich keine Hinweise auf ein Rezidiv oder Metastasen.
Schlussfolgerung: Insbesondere bei multimorbiden Patienten mit erhöhtem perioperativem Risiko stellt die Verbundosteosynthese in der Behandlung von Chondrosarkomen des Daumenstrahls eine sichere und kosteneffiziente Alternative zu Allo- und Autografts dar.



