8. Jahrestagung der Wissenschaftlichen Fachgesellschaft für Künstlerische Therapien
8. Jahrestagung der Wissenschaftlichen Fachgesellschaft für Künstlerische Therapien
Untersuchung des gemeinschaftlichen Singens für Mütter gefallener Soldaten – eine musiktherapeutische Intervention zur Steigerung des Wohlbefindens
2SRH Hochschule Heidelberg, Deutschland
Text
Anhaltende Kriege auf der ganzen Welt haben in der Bevölkerung zu schweren psychischen Erkrankungen geführt, unter anderem zu Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS). Die vorliegende Studie untersucht Musiktherapie, insbesondere das gemeinschaftliche Singen, als mögliche Intervention zur Unterstützung des Wohlbefindens von Müttern gefallener Soldaten. Armenischen Müttern, die ihre Söhne im Krieg verloren haben, wurde ein gemeinschaftliches Gesangsprogramm (sechs Gruppensitzungen von jeweils 90 Minuten Dauer) angeboten und mithilfe von Fragebögen Feedback eingeholt. Die Auswertung der Fragebögen erfolgte mittels reflexiver thematischer Analyse, mit dem Ziel, Themen bezüglich ihrer Erfahrungen und Wahrnehmungen des Musiktherapieprogramms zu identifizieren. Die Ergebnisse zeigen, dass das gemeinschaftliche Singen einen erheblichen Nutzen mit sich brachte, unter anderem ein gestärktes Selbstvertrauen und eine verbesserte Stimmung. Diese Studie trägt bei zur wachsenden Zahl von Belegen für die Wirksamkeit des gemeinschaftlichen Singens als wertvolle Intervention zur Unterstützung von Menschen bei der Bewältigung von tiefem Leid und Verlust.



